Stadtleben : Untypische Premiere

Eine ausgelassene Premierenparty sieht anders aus: Anstatt tanzender Nachtgespenster sah man im Foyer des Kino International an der Karl-Marx-Allee eher Nachdenkliche. Und vielleicht zeigt das den Erfolg des Films beim Premierenpublikum. „Nichts als Gespenster“ – nach Erzählungen der Berliner Bestseller-Autorin Judith Hermann – ist ein melancholischer Film: voller Ruhe und kraftvollen Bildern. Das Publikum feierte die Stars des Films: Jessica Schwarz, August Diehl, Fritzi Haberlandt und Wotan Wilke Möhring stürzten sich nach dem Applaus ins eher stille Getümmel. Mit ihnen feierte der Regisseur des Films Martin Gypkens, Jungschauspieler Ludwig Blochberger, die Schauspielerin und Musikerin Jana Pallaske und viele Leute der Berliner Filmszene. Die 550 Zuschauer waren begeistert von dem eher untypischen deutschen Film. Und sie ließen ihn an sich heran. Vielleicht ging es deshalb weniger ums Gesehenwerden und den üblichen Filmtratsch. Eher redete man über die Figuren des Films und wie authentisch die Episoden des Streifens sind. Bis in die späte Nacht wurde die Premiere bei Wein und Bier eher gemütlich und sanft zelebriert. Ganz untypisch für das premierenerprobte und turbulente Film-Berlin. ric

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben