Veranstaltungen : Tipps zum Wochenende

Das Wetter bleibt schön und Berlin bietet auch diesem Wochenende viel Unterhaltung - von Fensterfischern, Entfesselungskünstlern und einem Rekordfloß.

IN BERLIN



Kalaschnikows und Gottesdienst.

Am Wochenende weht Musik durch die City West: Zwölf Bands und Musiker treten an drei Tagen beim Breitscheidplatzfest auf – auf zwei Bühnen: Freitag und Sonnabend wird an der Gedächtniskirche gespielt, am Sonntag auf dem Savignyplatz. Prominentester Musiker ist Mick Jaggers Bruder Chris, der am Sonnabend ab 20.30 Uhr seine CD „The Ridge“ vorstellt – allerdings spielt er Country-Musik. Außerdem dabei: die Blechbläser von Fanfara Kalashnikov und die Pescadores de Ventanas – die „Fensterfischer“. Für Besinnung zwischendurch sorgen eine Andacht und ein Gottesdienst. Nebenbei kann man an Kunsthandwerksständen vorbeibummeln. Für Kinder gibt es Kletterburgen und Karussells. Eintritt frei, Programm im Internet unter: www.breitscheidplatz-fest.de.

Traktor und Trommeln. Am Sonntag wird zwischen Traktoren und Ställen getanzt: auf dem Hof der Domäne Dahlem, Königin-Luise-Straße 49 – beim Sommerfest der Lebenshilfe, einer Selbsthilfeorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung. Von 14 bis 18 Uhr gibt es Musik von mehreren Bands: den „Händi Cäps“, den „Sirenen“ und einer Samba-Trommelgruppe mit brasilianischer Tanz-Performance. Außerdem werden an Marktständen Werke aus den Kunst- und Fördergruppen der Lebenshilfe verkauft. Kinder können auf Ponys reiten und Traktor fahren. Eintritt frei.

Musikalische Mieter. Anders als Sportreporter Wolf-Dieter Poschmann glaubt, ist Marzahn nicht nur ein Ort, an dem es ums Überleben geht, sondern auch einer, an dem es etwas zu erleben gibt – und den Beweis dafür tritt am Sonnabend die Wohnungsgenossenschaft Marzahn an: Sie feiert von 15 bis 22 Uhr ihr 30-jähriges Bestehen auf dem Gelände vor der Marzahner Tor-Geschäftsstelle, Märkische Allee 210 A, Ecke Zühlsdorfer Straße. Dort treten zum Beispiel die jungen Artisten des Zirkus Cabuwazi auf, die Sportler der Kampfsportschule Satori und die „Mieterband Teddy and the Blueberries“. Der Weltrekordhalter im Entfesseln, Marc Wessely, will bei einer „Illusionsshow“ das Feuer tanzen und Frauen schweben lassen sowie Metallringe schmelzen. Eingeladen sind auch jede Menge DDR-Stars mit Feuerzeug- Schwenk-Ost-Schlagern, zum Beispiel Gerd Christian und Ina-Maria Federowski. Der Eintritt ist frei, Infos unter www.marzahner-tor.de.

Galopp und Hüpfburg. Auch wenn es sich so anhört – nicht mittelständische Unternehmer, sondern Rennpferde galoppieren am Sonntag über die Bahn in Hoppegarten – beim Mittelstandsrenntag. Acht Rennen starten ab 14 Uhr, dazu gibt es ein Programm mit Biergarten, Livemusik, Hüpfburg, Ponyreiten. Infos: www.hoppegarten.com, Karten ab 7 Euro.

Rummel im Park. Ab Freitag wird der Viktoriapark zum Rummelplatz – bei den 60. Kreuzberger festlichen Tagen mit Weindorf und Bühnenprogramm. Um 15 Uhr geht’s los, mit Bezirksbürgermeister Franz Schulz und einem Fanfarenzug auf der Festplatzbühne, und um 17 Uhr ist am Weinbrunnen Panflötenmusik zu hören. Freitag und Sonnabend geht das Fest jeweils bis Mitternacht, Sonntag bis 23 Uhr. Der Eintritt ist frei, Infos: www.kreuzberger-festliche-tage.de


IN BRANDENBURG

Künstler zum Anfassen. 22 Künstler aus mehreren Ländern öffnen an den nächsten drei Wochenenden in Caputh bei Potsdam ihre Ateliers, Werkstätten, Gärten und Ausstellungsräume. Jeweils von 13 bis 18 Uhr zeigen Maler, Bildhauer und Schmuckdesigner in dem Dorf am Schwielowsee Gästen ihre Werke. Infos unter www.kunsttour-caputh.de.

390 Menschen auf einem Floß. Mit dem größten Floß aller Zeiten wollen das Unternehmen Teamgeist und Radio eins vom RBB am Sonnabend ins Guinness- Buch der Rekorde. Zwischen 10 und 12.30 Uhr soll vor dem Kongresshotel am Templiner See ein schiffbares Gefährt für 390 Personen entstehen. Um 14.30 Uhr soll von einem Hubschrauber aus ein Beweisfoto für einen Eintrag ins Rekordbuch gemacht werden. Anschließend wird eine große Flößerparty gefeiert. Infos unter Tel. 0331/90 755 100 oder www.teamgeist.com.

Heiden auf Wanderschaft. Anlässlich des 125. Geburtstages des Schriftstellers Ehm Welk dreht sich am Wochenende alles um seinen bekanntesten Roman „Die Heiden von Kummerow“: Am Sonnabend werden ab 10 Uhr einige Streiche aus dem Werk nachgespielt – am Geburtsort des Autors: Biesenbrow in der Uckermark. Und zwar solche Szenen, die durch den 1967 entstandenen Film mit Theo Lingen unvergesslich wurden. Danach beginnt eine große „Völkerwanderung“ nach Angermünde, wo auf dem Marktplatz ab 17 Uhr ebenfalls eine Romanszene nachgespielt wird: „Der Trommelklau“. Um 9.40 Uhr fährt ein Bus vom Angermünder Bahnhof nach Biesenbrow. Auskünfte unter Tel. 033334/70 495 oder im Internet: www.landkulturverein-biesenbrow.de. (dma/Ste.)

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