Was die Stadt zu bieten hat : Einer geht noch rein

Die Zeit läuft: Welche Ausstellungen, Shows und Festivals bald enden. Und warum sich das Hingehen lohnt.

Sebastian Leber

NOCH 4 TAGE

Doppelter Schmerz



110 000 Besucher haben die Ausstellung „Schmerz“ im Hamburger Bahnhof (Invalidenstraße 50) und im Medizinhistorischen Museum (Charitéplatz 1) bisher gesehen. Unter den Exponaten finden sich Gemälde, Fotografien und diverse Raritäten wie die allererste Aspirin-Flasche, Bach-Partituren und Handschriften von Nietzsche. Unbedingt gesehen haben sollte man Francis Bacons Sechs-Meter- Ölgemälde „Crucifixion“. Heute und morgen ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonnabend von 11 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr. Mehr Informationen gibt es unter www.schmerz-ausstellung.de.

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Nichts als Punk

Das Filmfestival „3000 Jahre Punk“ im Moviemento (Kottbusser Damm 22 in Kreuzberg) und Lichtblick (Kastanienallee 22 in Prenzlauer Berg) hat noch Höhepunkte wie die Streifen „Brennende Langeweile“ und „Ostpunk! Too much future“ zu bieten. Das Programm im Internet: www.lichtblick-kino.org sowie www.moviemento.de. Telefonauskunft unter 692 47 85.

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Zurück in die 60er

„It’s my party“ heißt die Retroshow des australischen Gesangstrios The Fabulous Singlettes. Im Tipi am Kanzleramt haben sie bisher jeden Abend Sonderapplaus bekommen. Wer alte Hits wie „Do Wah Diddy Diddy“ und hochtoupierte Haare mag: bis 12. August täglich ab 20.30 Uhr (sonntags ab 19.30 Uhr) in der Großen Querallee, Karten gibt’s ab 19 Euro, Bestellung im Internet unter der Adresse www.berlin-ticket.de.

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Tanzen im Moskau

Das Café Moskau in der Karl-Marx-Allee 34 in Mitte wird demnächst saniert. Deswegen weicht die Partyreihe GMF bald ins Week-End am Alexanderplatz aus. Vorher wird aber noch viermal gefeiert: immer sonntags ab 22 Uhr, der Eintritt kostet neun Euro. Am 26. August findet der finale Abschiedstanz statt. Kontakt unter 24 63 16 26, das Programm gibt es unter www.das-moskau.com.

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Auf Sand geschaut

Wegen Besucherandrangs ist die Sandskulpturenausstellung „Sandsation“ am Friedrich-List-Ufer beim Hauptbahnhof bis zum Monatsende verlängert worden. 27 Künstler haben sich hier an Sandhaufen ausgetobt, offen ist täglich von 10 bis 24 Uhr, freitags und sonnabends mit Open End. Vor der Riesenratte auf Käsewürfeln sollte man ein bisschen länger stehen bleiben: Die Arbeit von Gianni Schiumarini wurde mit dem „Deutschen Sandskulpturenpreis 2007“ ausgezeichnet. Infos unter www.sandsation.de.

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Aquarelle zum Jubiläum

Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens zeigt das Brücke-Museum (Bussardsteig 9 in Dahlem) 130 Aquarelle der Brücke-Künstler plus Werke befreundeter Maler. Bis 2. September ist mittwochs bis montags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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Alle Augen auf Sherman

Die Cindy-Sherman-Retrospektive im Martin-Gropius-Bau zeigt Werke aus allen Schaffensperioden der amerikanischen Künstlerin – von den frühen Fotografien der 70er Jahre bis zur ClownSerie von 2003. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr in der Niederkirchnerstraße 7 in Kreuzberg, der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5. Infos im Internet unter der Adresse www.gropiusbau.de.


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Surreales am Kurfürstendamm

Gestartet ist die Dalí-Ausstellung im Dom-Aquarée in Mitte, inzwischen ist sie an den Kurfürstendamm 26 in Charlottenburg umgezogen. Gezeigt werden immer noch 450 Radierungen, Lithografien und Skulpturen des spanischen Surrealisten. Bis zum 30. September ist täglich von 12 bis 22 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 11 Euro, ermäßigt 6. Telefonkontakt unter 47 99 74 77.


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Die schönsten Franzosen

Um dem Andrang auf die Ausstellung „Met in Berlin“ gerecht zu werden, hat man die Öffnungszeiten der Neuen Nationalgalerie bereits erweitert: Di. und Mi. ist 10 bis 18 Uhr geöffnet, Do. bis Sa. bis 22 Uhr, So. bis 20 Uhr. Trotzdem dürften die Warteschlangen gegen Ausstellungsende am 7. Oktober länger werden. Deshalb: Warum nicht schon jetzt zu Manet, Monet, Cézanne und Rodin?

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