Zeitung im Salon : Wenn die Kinder flügge werden - das Überlebenshandbuch

Neues von Schümann & Sohn: Der Pubertist und sein Vater sind zu Gast bei "Zeitung im Salon" und lesen aus dem ultimativen Überlebenshandbuch für Eltern. Und Sie können dabei sein.

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Schümann und Sohn. Gezeichnet vom Sohn.

Schon Paul der Pubertist war kein Vorbild in Sachen Ordnung. In seinem Zimmer schwappte eine Ursuppe prähistorischen Ausmaßes, und seine bevorzugte Reaktion auf Bitten, doch mal aufzuräumen, lautete: „Mhngmanney!“ Was Helmut Schümann in seinen Tagesspiegel-Kolumnen und im Buch „Der Pubertist“ (Rowohlt 2004) berichtete, veranlasste einen Leser zu dem Ratschlag, er solle dem Sprössling doch ein paar Ohrfeigen versetzen. „Leser K. sprach mir aus dem Herzen. Was er nicht wusste: Paul wächst in diesen Tagen auf die Einsneunzig zu.“

Ohrfeigen kann der deutlich kleinere Vater seinen Sohn nicht, aber ein zweites Buch hat er über ihn geschrieben: „Der Postpubertist – das ultimative Überlebenshandbuch für Eltern“ (Rowohlt Berlin, 17,90 Euro). Darin schildert er amüsant den Alltag mit Paul, der zwar die Pubertät hinter sich hat, aber dennoch nichts geregelt kriegt. Er hat drei Freundinnen gleichzeitig („Bin ich spontan?“), raucht heimlich aromatische Kräuter („Tetrahydrocannabinol? Ich doch nicht!“) und fällt durchs Abi („Mhngmanney!“). Und das Schlimmste: Was er bei seinen Eltern gelernt hat, setzt er nun gnadenlos gegen sie ein („Findest du noch was auf deinem Schreibtisch, Papa?“)

Im Salon lesen Helmut Schümann und sein Sohn Julius Wolf aus „Der Postpubertist“ und sprechen mit Gerd Nowakowski, Leiter der Berlin-Redaktion, und dessen Tochter Lara über die Zeit, wenn Kinder flügge werden. Pubertisten und Postpubertisten dürfen ausschlafen, ihre Eltern zur Matinee mitbringen und anschließend, als ordentliche Kleinfamilie getarnt, über die Linden flanieren. Die literarischen Köche von eßkultur servieren dazu Essen für Jung und Alt, und Pianist Matthias Klünder spielt Stücke, die die Generationen versöhnen. (D. N.)

Zeitung im Salon, 16. November, 11.30  Uhr, Kabarett Die Distel, Friedrichstraße 101. Eintritt (inkl. Essen) 14 Euro, für Pubertisten und Postpubertisten bis 18 Jahre: 8 Euro. Anmeldung erforderlich an salon@tagesspiegel.de oder unter Tel. 26009-609 (am 4./5. November, 7.30 bis 20 Uhr.) Begrenzte Platzzahl. Gehen mehr Anmeldungen ein, entscheidet das Los. Infos: www.tagesspiegel.de/salon

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