Stadtleben : Zwei Männer laden sich 250 Frauen ein

Und eine davon, die Schauspielerin Elizabeth Hurley, eröffnete eine Ausstellung für Kosmetik

Elisabeth Binder

So stellt man sich eine richtige Macho-Orgie vor: Zwei Männer laden 250 Frauen zu einer Party ein und ernennen die britische Schauspielerin Elizabeth Hurley zur Königin dieser Party. Und weil Klischees vor dem wirklichen Leben nicht zurückscheuen, sind beide Männer natürlich Franzosen.

„Ich mach das zum ersten Mal, ich weiß gar nicht, ob ich 250 Frauen an einem Abend glücklich machen kann“, gab sich KaDeWe-Chef Patrice Wagner anfangs betont demütig.

Zusammen mit Estée-Lauder-Chef Jean-Christophe Jourde hatte er zur Eröffnung der KosmetikAusstellung „The Touch of Luxury“ in die KaDeWe-Eingangshalle geladen. Dass es letztlich doch ein glücklicher Abend wurde, war der Tatsache zu danken, dass sich die 250 Frauen, darunter Elvira Bach, Bettina Cramer, Maria Kotenev, Tini Gräfin Rothkirch, Barbara Scheel und Anna von Griesheim bestens miteinander unterhielten. Etwas Konkurrenz hatten die beiden Gastgeber schon. Die Kellner waren Männer und beglückten die Frauen mit Champagner; das wirkt ja immer. Die zahlreichen Security Guards waren auch Männer und schirmten Elizabeth Hurley anfangs ab, indem sie äußerst lästig und aggressiv im Wege herum standen. „Wie im wirklichen Leben“, kommentierte einer der Guards eine entsprechende Klage.

Dabei ist Lauder-Topmodel Elizabeth Hurley, Mutter eines fünfjährigen Kindes, auch mit fast 42 Jahren live noch lässig schön genug, um den kritisch abwägenden Blicken von 250 Frauen souverän standzuhalten. Das mag nicht nur am Schminkzeug liegen, sondern auch daran, dass sie gerade aus den Flitterwochen kommt. Was sie von dem Spruch hält, dass echte Schönheit von innen kommt? Die 41jährige lacht mit ihrer tiefen Stimme und lässt die hübsch gesträhnten Locken fliegen: „Es stimmt, wenn sich jemand elend fühlt, sieht man es. Ich bin gerade sehr glücklich, aber ich trage trotzdem noch Rouge auf.“ Wann sie angefangen hat, sich zu schminken? „Sehr zum Entsetzen meines Vaters mit Neun. Es war ein elektrischblauer Lidschatten.“ Und kurz darauf habe sie bei der Großmutter ihr erstes Parfüm geklaut. Wie es der Zufall so will, ausgerechnet Lauders „Youth Dew“. Und ja, sie wünsche sich noch ein zweites Kind.

In einer kurzen Rede wirbt sie für die Kampagne „Bewusstsein für Brustkrebs.“ Estée Lauders Schwiegertochter Evelyn Lauder hat für die 1993 gegründeten „Breast Cancer Research Foundation“ 70 Millionen Dollar gesammelt. Zugunsten dieser Kampagne wird der Lippenstift „Elizabeth Pink“ verkauft, der zufällig auch Liz Hurley’s Lieblingsprodukt ist. Schön, dass der Zufall bei Werbeaktionen immer öfter auf der Seite einer guten Sache ist. Die Ausstellung ist bis zum 2. Juni zu sehen. Jetzt dürfen auch Männer gucken. Elisabeth Binder

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