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Bleibt! Um den Schokoladen wird seit Monaten gestritten. Foto: Doris S.-Klaas
Bleibt! Um den Schokoladen wird seit Monaten gestritten. Foto: Doris S.-Klaas

Ring, Ring – Taxi, bitte!

Pünktlich zum Frühlingsbeginn sind ab Sonntag wieder die umweltfreundlichen Velotaxis auf den Berliner Straßen unterwegs. Bis Ende Oktober werden 100 Fahrer die Berliner und Gäste aus aller Welt durch die Hauptstadt transportieren, wie die Geschäftsführerin von Velotaxi Berlin, Carina Heinz, mitteilen ließ. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Unternehmens etwa 100 000 Personen in Berlin auf den Fahrradtaxen chauffiert. Das Velotaxi-Netzwerk wurde 1997 in der Hauptstadt gegründet. Mittlerweile ergänzen die Fahrradtaxen regelmäßig den innerstädtischen Linienverkehr. Zum Saisonstart sollen nach Angaben des Unternehmens drei Velotaxis von 13 bis 18 Uhr kostenlos zwischen Tempelhofer Damm und Tempelhofer Hafen fahren.dapd

Gefüllter Schokoladen. Das Wohn- und Kulturprojekt „Schokoladen“ in Mitte ist, wie in einem Teil der gestrigen Ausgabe berichtet, gesichert. Die Eigentümer des Hauses Familie Friedrich und die Stiftung „Edith Maryon“ einigten sich am Donnerstag auf die Rettung des „Schokoladen“, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte. Demnach verkauft die Familie Friedrich das umstrittene Gebäude in der Ackerstraße an die Stiftung. Der „Schokoladen e.V.“ erhält im Rahmen eines Erbaurechts die Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Projekts. Das alternative Projekt sollte ursprünglich geräumt werden. Der Räumungstermin am 22. Februar war jedoch ausgesetzt worden, um die nun erfolgreichen Verhandlungen zwischen Eigentümer, Stiftung, Senat und Bezirk nicht zu gefährden.dapd

Streiten, klagen, zoffen. Der Streit um das Kunsthaus Tacheles in der Oranienburger Straße in Mitte geht weiter. Am Freitag nahm der Zwangsverwalter mithilfe von Gerichtsvollzieher und Polizei erneut drei Räume in Besitz. Laut Anwalt Michael Schultz handele es sich um ein großes Atelier im 4. Stock und um kleinere Fläche im dritten Geschoss. Erst in der vergangenen Woche hatte der Zwangsverwalter die Eingangstür zum Tacheles abgesperrt und Räume versiegelt. Am Tag darauf hatte das Landgericht den Zwangsverwalter jedoch zur Herausgabe der Schlüssel aufgefordert, weil ein klagender Künstler dem Richter glaubhaft machen konnte, dass er einen gültigen Nutzungsvertrag besitze. Laut Anwalt Schultz hatte das Gericht am Mittwoch „nicht unerhebliche Zweifel“ an der Version des Tacheles-Vertreters und sprach dem Zwangsverwalter besagte Räume zu. Wem welche Flächen zustehen, darüber soll das Gericht nach Ostern entscheiden. Anwalt Schultz geht davon aus, dass das Kunsthaus im Laufe des Sommers geräumt ist. Es soll dann zwangsversteigert werden. spa

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