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Posen bis man Meister ist.

Seltsam, seltsam, dass die peinlichen Angeber aus der Dorfdisco, die bei rockigen Gitarrensolis immer so spackig auf der Tanzfläche mithampeln, sogar ihren eigenen Wettbewerb haben. Schon zum 17. Mal findet die Weltmeisterschaft der Luftgitarristen am 24. August statt, in diesem Jahr in Finnland, wo sie sonst ja auch nur Mücken, Melancholie und die Leningrad Cowboys haben. Doch bevor es auf Kosten der German Air Guitar Federation dort hingeht, will erst mal die Deutsche Meisterschaft errungen sein. Um die kämpfen ambitionierte Gitarrenhelden am heutigen Sonnabend um 20 Uhr in der Schöneberger Luftgitarrenhochburg Ex ’n’ Pop, Potsdamer Straße 157. Auch kurz entschlossene Luftmusiker haben eine Chance – spontane Anmeldungen sind bis kurz vor Wettbewerbsbeginn möglich. Zehn feste liegen angeblich schon vor. Gehampelt wird in zwei jeweils einminütigen Runden: Die Kür ist ein frei gewähltes Stück, die Pflicht eine Vorgabe der Jury, die nach einmaligem Hören gezeigt werden muss. Im vergangenen Jahr siegte die Studentin Aline „The Devil’s Niece“ Westphal aus Hildesheim. Sie räumte dann auch bei der WM den ersten Platz ab und ist heute Abend Special Guest. Dazu gibt’s richtige Musik, Luftgitarrenfilme, Party. gba/dapd

Johannisthal hebt ab. Immer geht es nur um Tegel und BER? Ach, Berlin hat viel so mehr Flughafengeschichten zu erzählen, von Tempelhof über Gatow und Staaken – bis nach Johannisthal. Der war Mitte der 90er Jahre sogar noch einmal in Betrieb, hat aber vor allem eine große Vergangenheit: es ist einer der ersten Motorflugplätze Deutschlands – und wurde vor gut 100 Jahren eröffnet. Auch in diesem Jahr laufen die Vorbereitungen für das vierte Flugkistenrennen, das am 22. September ab 14 Uhr neben dem Sportplatz am Segelfliegerdamm stattfinden wird. Mehrere Schulen aus dem Bezirk Treptow-Köpenick machen mit, Einrichtungen wie das Heimatmuseum bauen Stände auf. Eine informative Internetseite mit vielen historischen Fotos und Geschichten zum Flughafen ist zum Beispiel diese hier – www.johflug.de AG

Immer wieder abgefahren. Für einen Sprung ins Schwimmbad am Olympiastadion ist es dann doch ein bisschen kühl, ganz in der Nähe bietet sich aber am heutigen Sonnabend eine Alternative an für einen Ausflug mit Kindern: Das U-Bahnmuseum hat von 10.30 Uhr bis 16 Uhr geöffnet, gezeigt werden das alte Stellwerk und historische Devotionalien. Das Museum befindet sich im ehemaligen Hebelwerk im U-Bahnhof Olympia-Stadion. Erwachsene zahlen zwei Euro, Kinder unter 14 einen Euro. AG

Varieté vorm Schloss. In diesem Jahr findet vor dem Schloss Charlottenburg erstmals das Duckstein-Festival statt, das seit 15 Jahren vor allem im Norden – von Hamburg über Kiel bis Bremen – ein Begriff ist (die Biermarke gehört zum Holsten-Konzern). Vom 20. Juli bis 29. Juli können Neugierige über eine Designermeile laufen, es gibt Straßentheater, Live-Musik und Varieté, auch Imbissbuden werden aufgebaut. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltungszeiten sind: Montag bis Donnerstag von 16 bis 22 Uhr, Freitag und Sonnabend von 14 bis 23 Uhr, am Sonntag von 12 bis 22 Uhr. AG

Im besten Teenie-Alter. Radio Eins wird vielleicht nicht erwachsen, aber doch immerhin 15 Jahre alt. Die Geburtstagssause beginnt am 19. August und dauert – genau! – 15 Tage, gefeiert wird im Park am Gleisdreieck. Das große Finale findet dann am 5. September nebenan im Tempodrom in Kreuzberg statt. Und weil gleichzeitig auch die diesjährige Music Week startet, werden einige Bands auf der Bühne erwartet, zum Beispiel die Londoner Band Archive, der Singer/Songwriter Jonathan Jeremiah, die Berliner Rockband Budzillus, der Musiker Olli Schulz sowie das Deutsche Filmorchester Babelsberg. Die Eintrittskarten kosten 25 Euro plus Vorverkaufsgebühren. Die Party in der Möckernstraße 10 beginnt um 19 Uhr, der Sender überträgt die Show live. AG

Gräber mit Geschichte . In der Reihe „Berlin mit anderen Augen“ lädt der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte am heutigen Sonnabend zu einer Führung über die Friedhöfe am Halleschen Tor. Ursprünglich vorwiegend als Armenfriedhöfe genutzt, entwickelten sich die fünf benachbarten Anlagen im 19. Jahrhundert zu einer Begräbnisstätte Berliner Prominenz, erklärte der Kirchenkreis in Berlin. Eine ganze Reihe von berühmten Wissenschaftlern, Künstlern, Politikern und Salongrößen habe hier die letzte Ruhestätte gefunden, darunter der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy, der Schriftsteller E.T.A Hoffmann oder der Leibarzt von Friedrich II, Wilhelm Moehsen. Heute existiert durch die Initiative einer evangelischen Gemeinde auf dem Areal auch wieder eine Grabstätte für Obdachlose. Die Führung beginnt Sonnabend um 14 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang Zossener Straße 58. Die Kosten betragen zehn Euro. Um Anmeldung wird unter der Telefonnummer 258185 112 gebeten epd

Einmal im Film spielen. In der Prignitz werden Komparsen für einen Kinofilm gesucht. Etwa 200 Männer und Frauen zwischen 18 und 65 Jahren werden für die Dreharbeiten des Kinofilms „Lauf Junge Lauf“ gebraucht, wie die Komparsenagentur Filmgesichter mitteilte. Sie sollen polnische Landbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs spielen. Gedreht wird ab Mitte oder Ende August an mehreren Orten in der Prignitz. Die Bewerber dürfen nach Angaben der Agentur keine gefärbten oder gesträhnten Haare, keine Piercings, sichtbare Tattoos oder künstliche Fingernägel haben. Die Männer müssen bereit sein, sich die Haare im Stil der 40er Jahre schneiden zu lassen. Aussehen und Gewicht spielen keine Rolle. Bewerbungen bitte unter www.agentur-filmgesichter.de dapd

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