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Til Schweiger, verschmutzt.

Sachen gibt’s, die gibt’s nur auf dem „Boulevard der Stars“ am Potsdamer Platz. Bislang war ja bekannt, dass der Mittelstreifen der Potsdamer Straße mit all den Sternen der Filmschaffenden oft schmuddelig aussieht. Kaugummis kleben auf den Platten, Kieselsteine zerkratzen den Weg – auf dem Stern von Til Schweiger aber: Wachsflecken, Ruß, angebrannte Teerflecken. Warum das? Weil dort am Potsdamer Platz offenbar Fans ganz nah bei ihrem Lieblingsschauspieler sein wollen und deshalb Kerzen anzünden, erzählt Boulevard-Chefin Georgia Tornow. „Der Stern ist eingeschmiert, das hat ihm nicht gutgetan.“ Seit dieser Woche werden die Sterne gereinigt, deshalb steht dort ein großer Bauzaun. Am 3. September kommt der wieder weg, dann sind auch die 20 neuen Sterne zu sehen – geehrt werden diesmal Macher wie Thomas Gottschalk, Brigitte Mira, Volker Schlöndorff oder auch Hans Albers. Und der Schmutz? Georgia Tornow, ganz streng: „Ohne die Hilfe der Fans, die bei ihren Besuchen selber darauf achten, dass ihnen der Boulevard nicht versaut wird, kommen wir da nicht weiter!“ AG

Schunkeln auf dem Schinkelplatz. Wenn abends die Gassenhauer gespielt werden, dann kommt selbst am schicken Schinkelplatz Stimmung auf wie in der Campingplatz-Klause. Und gefeiert wird bald wieder, denn am 30. August beginnt das diesjährige „Gauklerfest“, teilten die Veranstalter gestern mit. Bis 9. September wird montags bis freitags von 14 bis 23 Uhr gefeiert; am Sonnabend und Sonntag von 12 bis 23 Uhr. Neben Musikern wieder dabei: Künstler, Köche, Cocktailmixer und viele Komiker. Mehr unter www.gauklerfest.de AG

Wer ist hier am Zug? Na, die Schachspieler! Die treffen sich am Wochenende, am 18. und 19. August, zum 2. Schachfest im Hauptbahnhof. Zu Gast sind zwei Talente des deutschen Schachs: der 15-jährige Dennis Wagner (Spitzname: „Schachprinz“) und auch der 25-jährige Student und Internationale Meister Martin Krämer (Schachfreunde Berlin). Neben ein paar Interviews und Schnellschachturnieren steht auch der „Cup des Hauptbahnhofs“ auf dem Programm. AG

Wachs-William. Der hat nun wirklich noch gefehlt. Am Freitag hält mal wieder ein Lastwagen vor dem Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds, diesmal auf der Ladefläche: Prinz William und Herzogin Kate. Die Wachsfiguren werden für zwölf Wochen in der Filiale Unter den Linden 74 in Mitte bleiben und von Moderatorin Tamara Gräfin von Nayhauß eingeweiht. Kate trägt den Angaben zufolge ein schwarzes Spitzenkleid, mit dem sie bereits auf dem Roten Teppich zu einer Film-Premiere in London zu sehen war. Prinz William wird in einem schwarzen Anzug mit Fliege und Einstecktuch zu bewundern sein. Etwa sechs Monate haben 16 Mitarbeiter an den Wachsfiguren gearbeitet. Die

Kosten für die Herstellung beider betragen 400 000 Euro. dapd

Tiefer Blick in die Geschichte. Unten am Schlossplatz, wo früher der Palast der Republik stand, entsteht ein begehbarer Stadtplan mit Informationen über Berlin als Stadt der Vielfalt. Am 25. August wird die Reise durch 800 Jahre Geschichte eröffnet. Oben, auf der Humboldt-Box, wurde am gestrigen Dienstag die Zeit von vor 775 Jahren lebendig: Rechtzeitig vor dem Jubiläum stellte Wieland Giebel vom Berlin-Story-Verlag ein neues Buch zum Stadtjubiläum vor. Es heißt „Berlin im Mittelalter“ und beschreibt die Schwesterstädtchen Berlin und Cölln in ihrer Entstehung und Entwicklung auf allen Gebieten. „Neue Publikationen über diese Zeit und über die Lebensweise der ersten Berliner sind rar, deshalb habe ich mich ans Werk gemacht und in zweieinhalb Jahren dieses Buch quasi nebenberuflich fertig geschrieben“, sagt Norbert W. F. Meier, Doktor der Chemie und schon immer an Stadtgeschichte interessierter Ur-Berliner. Ihn habe irgendwann nach der Wende die „Geschichtswut“ gepackt, sagt der Autor und freut sich, dass schon die Hälfte der Auflage verkauft ist. Kein Wunder. Das Buch ist ein kleines Kunstwerk, von der Papierqualität bis zum Druck der zahlreichen historischen Fotos und Bilder, es ist populär geschrieben und bezieht die Ergebnisse jüngster archäologischer Grabungen mit ein. Und im Übrigen: das 12. und 13. Jahrhundert war gar kein nur dunkles Zeitalter, zumindest für die höheren Stände. (Das Buch im Berlin Story Verlag kostet 19,80 Euro). Lo.

Ethik in der Politik. Bundestagspräsident Norbert Lammert spricht am 3. September in der katholischen Kirchengemeinde Maria Gnaden in Hermsdorf (Hermsdorfer Damm 195). Ab 19.30 Uhr äußert er sich zur „Ethik in der Politik“, wie die Gemeinde am Dienstag ankündigte. Sein Vortrag setzt die Reihe der „Hermsdorfer Kirchengespräche“ fort. Daran nahm unter anderen Prominenten auch der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Altbischof Wolfgang Huber, teil. KNA

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