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Märchenstunde in Mitte.

Grimms Märchen – von sechs pfiffigen Hunden auf der Bühne des Kinos Babylon dargestellt, als Defa-Filme auf die Leinwand gebracht und von Berliner Schauspielern vorgelesen. Das alles gehört zum Programm der Jubiläumsfilmreihe im Kino Babylon unter dem Motto: „200 Jahre Grimm – Tierisch märchenhaft.“ Das Jubiläum ist eng mit Berlin verbunden. Am 20. Dezember 1812 sind hier die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm zum ersten Mal erschienen. Die seit Ende September laufende Veranstaltungsreihe wird am Sonnabend, 15 Uhr, mit einem tierischen Höhepunkt fortgesetzt. Bevor der 1972 in der DDR gedrehte Streifen der Deutschen Film AG (Defa) „Sechse kommen durch die Welt“ gezeigt wird, stürmen vier Kleinpudel, ein Münsterländer und ein Spitz auf die Bühne. Trainiert von der Berliner Filmhunde-Ausbilderin Edelgard Mechsner stellen sie mit ihren Kunststücken die sechs Helden des Märchens mit ihren besonderen Stärken dar – wie Tapferkeit oder Schnelligkeit. Die Filmreihe wird bis Weihnachten fortgesetzt. Vor allen weiteren Vorführungen lesen dann wieder Schauspieler im Vorprogramm aus dem jeweiligen Märchen vor – beispielsweise am 27. Oktober ab 16 Uhr Muriel Baumeister aus „Rotkäppchen“ oder am 1. Dezember (16 Uhr) Marianne Sägebrecht aus „Frau Holle.“ Danach laufen jeweils die gleichnamigen Defa-Filme. www.babylonberlin.de. CS

Beats hinterm Babylon. Nun darf getanzt werden in der ehemaligen Armenschule hinterm Kino Babylon. Am heutigen Sonnabend öffnet in Martin Hötzls Restaurant „The Grand“ Mittes neuester Club: „The Grand Club“ in der Hirtestraße 4. Und der dürfte dann eher zu den schickeren Feiermöglichkeiten Berlins zählen. Eigentlich hätte dort zeitgleich mit der Eröffnung des Szenerestaurants im Frühjahr gefeiert werden sollen, doch daraus wurde nichts. Das Konzept des Clubrestaurants: Freitag und Sonnabend ab 23 Uhr wird das Restaurant zur Tanzfläche. Im ersten Stock des denkmalgeschützten Gebäudes von 1842 befindet sich ein zweiter Raum. Clubmanager ist Daniel Lente, der zuvor im „90Grad“ und im „Asphalt“ gearbeitet hat. Die Macher kündigen einen Mix aus House, Funk und RnB an. Bei der Eröffnungsparty legen Schowi (Massive Töne) auf, Joshua Jesse (Kater Holzig) und Montoya (FatTonyCrew) hinter den Plattentellern. „The Grand“-Chef Hötzl hatte in der Vergangenheit bereits mit dem „Rodeo Club“ im Postfuhramt erfolgreich ein ähnliches Konzept etabliert. Zur Seite steht ihm Jesko Klatt vom „Spindler & Klatt“. The Grand Club, Hirtenstraße 4, Mitte, Eröffnungsparty am Sonnabend, 23 Uhr, 10 Euro, www.the-grand-berlin.com.spa

Knete in Kreuzberg. Fräulein Knetkowski stellt ihre Knete-Promis in der Ankerklause aus. Die Fotografin holt sich die Stars nach Hause in ihr WG-Zimmer – egal ob Woody Allen, Brigitte Bardot oder Thom Yorke von Radiohead. Karlotta Knetkowski formt sich ihre Lieblings-Prominenten aus Kinderknete und hält die kleinen Figuren dann in stimmungsvoll inszenierten Schwarz-Weiß- Fotos fest. Jetzt stellt sie die Bilder aus. Ein grimmiger Klaus Kinski, eine entrückte Hildegard Knef, ein zufriedenes Ehepaar Loki und Helmut Schmidt und andere Stars hängen dann eingerahmt an den Wänden der Ankerklause, zwischen Perlenschnüren und Rettungsreifen. Ein Herzenswunsch der Künstlerin, schließlich wollte sie für ihr Werk keine sterile Galerie-Atmosphäre. Die Eröffnung der Ausstellung „Knetkowski’s Welt in Kinderknete“ ist am 21. Oktober ab 18 Uhr in der Ankerklause in Kreuzberg (bis 18. November). Details unter www.knetkowski.com. ffe

Kalter Krieg im Kino. Zum 50. Jahrestag der Kuba-Krise zeigt das Alliierten-Museum am Dienstag, 23. Oktober, ab 18.30 Uhr, die von Anthony Page im Jahre 1974 gedrehte TV-Dokumentation „The Missiles of October“. Der in englischer Originalfassung im „Outpost“- Theater des Museums gezeigte Film schildert „das spannungsgeladene Krisenmanagement hinter den Kulissen“, als die Karibik-Insel 1962 zum Schauplatz des Kalten Krieges wurde. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. CS

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