Stadtmarketing : Experten sollen die Marke "Berlin" stärken

Ein Expertengremium wird in der nächsten Woche die Arbeit an einer Markenkampagne für Berlin starten. Ziel des so genannten Berlin-Boards sei es, die Stadt als internationale Marke zu verankern und zugleich die Identifikation der Bürger mit Berlin zu stärken.

Berlin
Slogan für die Hauptstadt: Ein Expertengremium soll Kampagnen zur Förderung der Marke "Berlin" entwickeln. -Foto: ddp

BerlinDie Vorbereitungen für die geplante Markenkampagne Berlins kommen voran. Am Mittwoch werde sich ein Expertengremium konstituieren, kündigte der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD), an. Für das so genannte Berlin-Board seien zwölf herausragende Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Wissenschaft gewonnen worden.

Dem Gremium gehören unter anderen der künftige Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, Architekt Hans Kollhoff, der Vorstandschef der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, und der in den USA tätige Genforscher Thomas Tuschl an. Neben den zwölf Persönlichkeiten wirken in dem Board Wowereit und die Senatoren für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, für Wissenschaft, Jürgen Zöllner (beide SPD) und für Wirtschaft, Harald Wolf (Linke) mit. Sie sollen die inhaltliche Ausrichtung der Kampagne erarbeiten und deren Umsetzung durch eigene Beiträge begleiten. Ziel ist nach Darstellung Wowereits, Berlin international als Marke zu verankern und zugleich die Identifikation von einheimischen Bürgern und Unternehmen mit ihrer Stadt zu stärken. Für die Arbeit werden in diesem Jahr 600.000 Euro bereitgestellt, in den Jahren 2008 und 2009 jeweils fünf Millionen Euro.

Derzeit gebe es eine zunehmend positive Außensicht auf Berlin, sagte Wowereit. Dagegen habe die Stadt Defizite im eigenen Selbstbewusstsein. Die Kampagne war im Mai in einer Senatsklausur beschlossen worden. Wowereit hält den Zeitpunkt für genau richtig. Nachdem die "Aufräumarbeiten" zur Sanierung des Haushalts der mit rund 60 Milliarden Euro verschuldeten Stadt erledigt seien, könne man sich auf neue Aufgaben konzentrieren.

Die erste Arbeitssitzung des Gremiums ist für November geplant. Dann wollen sich die Mitglieder auf ihr Arbeitsprogramm für die nächsten zwei Jahre verständigen. Zugleich sollen die Ergebnisse einer Studie vorgelegt werden, mit der die Stärken Berlins analysiert und die Perspektiven aufgezeigt werden. Die Arbeit sei langfristig angelegt, sagte Wowereit. Es soll ein Slogan entwickelt werden, unter dem Berlin dann nach innen und außen firmiert. Später können auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtete Kampagnen hinzukommen. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie international renommierte Wissenschaftler für eine Tätigkeit in Berlin gewonnen werden können. (mit ddp)

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