STADTMENSCHEN : Armin Mueller-Stahl greift zum Pinsel

Foto: dpa

Es ist wohl die größte Werkschau mit Bildern von Armin Mueller-Stahl, 81, die bis zum 1. Mai im Automobilforum Unter den Linden zu sehen ist. Eine Gesamtschau ist aber nicht zustande gekommen, denn schließlich handelt es sich auch um eine Verkaufsausstellung. Und da hat Mueller-Stahls Ehefrau Gabriele vorsichtshalber einige Werke vorher aussortiert, die unverkäuflich sind, obwohl der Künstler selber sagt, er könne sich auch gut von seinen Bildern trennen. Dabei sind die Zeichnungen auch Erinnerungen. Während der Drehs malt er gerne, um die Knoten in der Seele zu lösen, wie er einmal sagte. Wenn er heute sieht, was er zum Beispiel während der Dreharbeiten für die Buddenbrooks aufs Papier gebracht hat, weiß er gleich wieder, wie er sich damals gefühlt hat. Zur Vernissage am Donnerstagabend waren auch die SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier und Björn Engholm, der die Laudatio hielt, gekommen. Eigentlich wollte der Schauspieler Musiker werden und schloss ein Studium als Konzertgeiger ab. Doch bald wechselte er ins Filmgeschäft, wurde zum bestbezahlten Schauspieler der DDR. Nachdem er 1976 die Resolution gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterzeichnet hatte, wurden ihm kaum noch Rollen angeboten. Daraufhin schrieb er einen Roman. 1980 ging er nach West-Berlin, feierte seit 1989 auch in Hollywood Erfolge. Bi

Unter den Linden 21, Montag bis Sonntag, 10 bis 20 Uhr; Eintritt frei.

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