STADTMENSCHEN : Auf High Heels durchs Havelland

Männer und Mode. Schweighöfer (l.), Lara und Buck. Foto: dpa
Männer und Mode. Schweighöfer (l.), Lara und Buck. Foto: dpaFoto: dpa

Wenn ein Frauenversteher sich perfekt in die weibliche Rolle einfühlen kann, dann kommt Matthias Schweighöfer diesem Status mit seinem am Donnerstag anlaufenden Film wieder ein gutes Stück näher. In „Rubbeldiekatz“ von Detlev Buck spielt Schweighöfer („Schiller“) einen abgebrannten Bühnendarsteller, der für eine große Filmrolle in BH und High Heels schlüpft und sich dabei in seine Filmkollegin (Alexandra Maria Lara) verliebt.

„Es war schön, aber tauschen möchte ich trotzdem nicht, ich bin sehr gern ein Mann“, sagt der 30-Jährige während des Gesprächs im Hotel de Rome. Er habe gar nicht verstehen können, mit welcher Begeisterung sich seine Kollegin Lara dem Thema Mode widmet. „Bei den Kostümproben wollte ich immer schnell nach Hause.“ Um aber dennoch zu zeigen, was er bei den Dreharbeiten in Berlin und St. Peter Ording gelernt hat, demonstriert er kurz die unterschiedlichen Sitzweisen der Geschlechter: die breitbeinige Variante und die schmale Silhouette. „Wegen der High Heels habe ich mit Frauen jedenfalls kein Mitleid mehr – es gibt schließlich andere Schuhe“, sagt Schweighöfer.

Schweighöfer, der mit Freundin und Tochter auf einem Hof im Havelland lebt, hat noch mehr bei „Rubbeldiekatz“ gelernt. Denn der Nachwuchsregisseur („What a Man“) hat es genossen, mit einem erfahrenen Regisseur wie Buck zusammenzuarbeiten. „Es ist toll, wie viele Freiheiten Detlev den Schauspielern gewährt. Er baut einen großen Spielplatz auf und findet für jeden das passende Gerät.“ Buck allerdings lacht dazu nur trocken und sagt: „Die Schauspieler mögen denken, sie seien frei.“ eve

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben