Berlin : Stadtmenschen: Auf Mörderjagd in Brandenburg

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Donnerstagvormittag. Filmtheater Hackesche Höfe. Na klar, darf auch Brandenburg nicht fehlen, wenn es um Mord und Totschlag im Fernsehen geht. Wenn sogar das kleinste Bundesland Bremen eine eigene "Tatort"-Kommissarin hat, dann muss Brandenburg natürlich auch eine haben - allerdings eine Polizeiruf-110-Kommissarin. "Bei Klingelzeichen Mord" heißt die neue Polizeiruf-Folge des ORB, die am 18. Februar um 20.15 im Ersten zu sehen ist. Schauspielerin Jutta Hoffmann mimt dort Kommissarin Wanda Rosenbaum, deren Markenzeichen laut Presseinformation "ungewöhnlich weite Hosen" sind. Ungewöhnlich weite Hosen sind freilich noch kein Erfolgsrezept. Was die Brandenburger Kommissarin ausmacht: "Sie wirkt klein und zerbrechlich, doch wer sie kennen gelernt hat, zollt ihr Respekt. Außerdem besitzt sie Witz, Ironie und Menschenkenntnis", sagen die Produzenten. Letzteres braucht sie in ihrem zweiten Fall. Schließlich geht es um den Tod einer Lehrerin, den 28 Schüler gesehen haben, aber jeder Einzelne schweigt. Nach der Vorab-Vorführung gibt sich Jutta Hoffmann zufrieden, auch wenn sie den Titel "absolut reißerisch findet". Faszinierend an ihrer Rolle findet die Schauspielerin, dass "die Kommissarin eigentlich schon längst am Schreibtisch sitzen und delegieren könnte". Sie tut dies aber nicht, sondern "macht sich immer noch zu Fuß auf, um den Dingen auf den Grund zu gehen". Hilfreich zur Seite steht ihr dabei Revierpolizist Krause, gespielt von Horst Krause. Der Name ist Programm, denn "ich sehe aus wie Horst Krause, also bin ich der auch im Film".

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