STADTMENSCHEN : Berlins First Ladys

German Bratwurst. US-Soldaten servierten einst – entsprechend gekleidet – bei den Feiern des Frauenklubs. Foto: privat
German Bratwurst. US-Soldaten servierten einst – entsprechend gekleidet – bei den Feiern des Frauenklubs. Foto: privat

Als 1962 der „Deutsch-Amerikanische Frauenclub von Berlin“ gegründet wurde, war die Liebe der Berliner zu den USA noch ohne Einschränkungen. Ein Jahr nach dem Mauerbau war die wichtigste Schutzmacht ausschlaggebend für die Existenz West-Berlins. Im Jahr nach der Gründung sprach John F. Kennedy die legendären Worte „Ich bin ein Berliner“. Die Gründung ging zurück auf private Kontakte von hier lebenden Amerikanerinnen mit den Ehefrauen ihrer deutschen Ansprechpartner. Es ging ihnen bei der Gründung um die Mitarbeit an gemeinnützigen Aufgaben im Geiste internationaler Verbundenheit. Austauschprogramme und soziale Hilfestellungen stehen auch für Doris Linne, die derzeitige Präsidentin im Mittelpunkt des Engagements. Zur Feier des 50-jährigen Klub-Bestehens am heutigen Samstagabend im Grand Hotel Esplanade soll ein Scheck überreicht werden für den Studentenaustausch des „Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Clubs“. Die Schirmherrschaft über die Feier haben der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und US-Botschafter Philip D. Murphy übernommen.

Mit dabei sein will auch Cornelia Heinemann, die Geschäftsführerin des Vereins Mosaik. Seit 1965 beschäftigt und betreut der Verein Behinderte, und so lange dauert auch schon das Engagement des Frauenklubs für diesen Verein. Aus Anlass des Jubiläums unterstreicht Philip Murphy die Bedeutung von Frauenklubs in den USA und ihr Engagement für Menschenrechte und Werte. Wowereit attestiert dem Klub „einen beachtlichen Beitrag zur Lebendigkeit und Nachhaltigkeit der Beziehungen zwischen Berlin und seinen amerikanischen Freunden“. Inzwischen fällt es schwer, amerikanische Mitglieder für den Klub zu gewinnen, aber Doris Linne, die selber eine Weile in Südamerika gelebt hat, ist zuversichtlich, dass sich das mal wieder ändert. Attraktiv ist für sie vor allem das Klubleben mit Interessengruppen und Traditionen wie dem Thanksgiving Dinner. Die 62-Jährige ist seit sechs Jahren im Klub. Bi

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