Berlin : Stadtmenschen: Blutrünstige Schwestern

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Bar jeder Vernunft, Montagabend. "Jaaa, die Corinna Harfouch ist schon eine tolle Schauspielerin", hieß es allenthalben. Das "Aber..." hing fast in der Luft. Premiere für eine "Märchenfarce mit Musik". Titel: "Bloody Daughters". Frei nach dem Märchen "Schneeweißchen und Rosenrot". Corinna Harfouch ("Blood") und ihre Schwester Catherine Stoyan ("Snow") - Schwestern im Märchen, wie im wirklichen Leben. Ansonsten nix wie im wirklichen Leben. Sätze wie "sogar der Gmork hatte aufgehört zu charumzen", und der Besuch eines Bären, mit dem die Schwestern eifrig kopulierend herumhüpften, verwirrten die Zuschauer. "Ich bin schon zu lange geblieben", sagte Wolfgang Menge in der Pause. Corinna Harfouchs Lebensgefährte, der Produzent Bernd Eichinger, rang sich ein "Doch, gefällt mir ganz gut" ab. Dabei war er vorher voll der Erwartung gewesen, weil ihm die Freundin nichts habe erzählen wollen. Am Nebentisch Produzent Artur Brauner, der ankündigte, der Harfouch ein tolles Drehbuch schicken zu wollen. Am Ende tröpfelte der Applaus des Publikums - darunter Moderator Matthias Frings und Kabarettistin Maren Kroymann.

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