STADTMENSCHEN : Brühl brilliert mit Barcelona-Buch

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Foto: dpa/Henning Kaiser
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Auch wenn Schauspieler Daniel Brühl seit Jahren in Berlin lebt: seine Lieblingsstadt ist Barcelona. Hier kam er vor 34 Jahren auf die Welt, geboren als Daniel César Martín Brühl González, Sohn einer spanischen Lehrerin und eines deutschen Fernsehregisseurs. „Ein Tag in Barcelona“ heißt das Buch, das er am heutigen Montag im Renaissance-Theater vorstellt. Es ist seine Premiere als Autor – und eine Liebeserklärung an die Hauptstadt Kataloniens. Brühl spaziert durch die Stadt seiner Kindheit, trifft Freunde, schreibt über den alten Koch Francisco und dessen Zeit als Anarchist im spanischen Bürgerkrieg oder das gutturale Timbre spanischer Frauenstimmen. Er posiert im Trikot des FC Barcelona oder stapft als kleiner Junge durch den spanischen Schnee.

Ein Stück Barcelona hatte Brühl bereits mit seiner Tapasbar „Raval“, benannt nach dem Alternativenstadtteil, im vorigen Jahr nach Berlin geholt. Die Folge ist nun, dass einige Leute in Kreuzberg Tapas essen, weil sie den Schauspieler hinterm Tresen sehen wollen. Dass er dann nicht da ist, finden sie doof und beschweren sich anschließend im Internet. Andere essen bei Brühl, finden die Tapas aber zu teuer und beschweren sich auch im Netz. Und eine dritte Gruppe findet doof, dass die anderen den Laden doof finden und beschwert sich auch im Internet. Klingt nicht wirklich nach spanischem Flair in Kreuzberg. Was bleibt Brühl anderes, als sich nach Barcelona zu fliehen. Tiemo Rink

Renaissance-Theater, Knesebeck-/Ecke Hardenbergstraße, 20 Uhr, Eintritt 16 Euro

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