STADTMENSCHEN : Buhlschaft mit Wuschelmähne

Foto: Promo
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Also das würde Vater Klausjürgen doch jetzt sicher freuen, dass seine Tochter Barbara Wussow die nächste Buhlschaft bei den Jedermann-Festspielen wird. Schließlich hat der 2007 in Rüdersdorf bei Berlin verstorbene, ehemalige Burgschauspieler und spätere Fernsehprofessor Brinkmann seine Theaterkarriere unter anderem hier am Hebbel-Theater gestartet.

Vom 20. Oktober bis zum 30. Oktober ist Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes wieder im Berliner Dom zu sehen. Auch zur 25. Auflage hat sich Brigitte Grothum eine aus Funk und Fernsehen bekannte Aktrice ins Ensemble geholt. Nach der blonden Eva Habermann im vergangenen Jahr jetzt die brünette Barbara Wussow.

Als Wienerin hätte die ja zur österreichischen Traditionsinszenierung des „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen eine wesentlich kürzere Anreise. Aber da hat ihr diesen Sommer offensichtlich schon die Kollegin Birgit Minichmayr die Rolle weggeschnappt. So bekommt nun das Berliner Publikum erstmals die Gelegenheit, Barbara Wussow auf der Theaterbühne zu erleben. Dort hat die 1961 in München geborene Schauspielerin mit der wilden Wuschelmähne bei ihrem Debüt 1984 im Theater an der Josefstadt sogar mal an der breiten Seite von Helmut Qualtinger gestanden – im „Rosenkavalier“. Von dort startete sie dann unter Vaters Fittichen eine medizinische Karriere – als Lernschwester Elke in der „Schwarzwaldklinik“. Im wirklichen Leben ist die aus zahlreichen „Traumschiff“-Folgen und Rosamunde-Pilcher-Filmen bekannte Wussow aber nicht mit Sascha Hehn (Dr. Udo Brinkmann), sondern mit dem Schauspieler Albert Fortell verheiratet. Ach ja, die Titelrolle des Jedermann spielt wieder Winfried Glatzeder. gba

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