STADTMENSCHEN : Der Preis für die Freiheit

Foto: Timur Emek/dapd
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Freiheit als Thema ist seit der Wahl des neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck im Inland wieder modern. Um die Freiheit im Ausland geht es seit 2007 bei dem mit 15 000 Euro dotierten „Liberty Award“ des Tabakunternehmens Reemtsma. Am Montagabend sollte der Preis im Grand Hyatt Hotel am Potsdamer Platz verliehen werden.

Als Festredner war Friedensnobelpreisträger Mohamed El Baradei angereist. Der ägyptische Diplomat und frühere Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation, der zu den Ersten gehörte, die sich für demokratische Reformen eingesetzt hatten, sprach über die Arabellion und warb dafür, die Ursachen von Kriegen und Konflikten möglichst objektiv zu erforschen und Klischees und Vorurteile zu überwinden. Die starken und unabhängigen Zeitungen und den Rundfunk in Deutschland nannte er einen „nationalen Schatz“. Der Preis würdigt laut Veranstalter die Arbeit von deutschen Korrespondenten im Ausland, die Außergewöhnliches für die Freiheit der Medien, der Gesellschaft und die Freiheit jedes Einzelnen leisten, indem sie sich nicht für die Zwecke anderer einspannen lassen und auch unter Druck einen unabhängigen Blick auf die Ereignisse wahren. Die Preisträger sollen durch ihr Engagement als Vorbilder wirken. In diesem Jahr erhält Konrad Schuller von der FAZ den Preis für seine kritische Berichterstattung über die Verhältnisse in der Ukraine und die genaue Beobachtung der Prozesse gegen die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko.

Die Jury besteht aus Wissenschaftlern und Journalisten, darunter RBB-Intendantin Dagmar Reim, Moderator Peter Limbourg und der Medienwissenschaftler Günter Bentele. Der Autor Hajo Schumacher nutzte als Sprecher der Jury die Laudatio für ein Plädoyer gegen den Thesenjournalismus. Unter den Gästen waren ARD-Studioleiter Ulrich Deppendorf, Georgiens Botschafterin Gabriela von Habsburg sowie die Moderatoren Klaus Bresser und Gaby Papenburg. Bi

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