Berlin : Stadtmenschen: Der Tiger löst sich von der Rehkitz-Feier

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Freitagnacht, Hotel Estrel und Trompete. Cosma Shiva Hagen war eine der ersten Bambi-Gäste mit süßem Zahn. Nach dem opulenten Gala-Dinner musste sich nämlich die Prominenz den Nachtisch aus dem Party-Raum des Hotel Estrel holen und sich damit der Presse stellen, die erst ab 0 Uhr 30 zugelassen war. Auch Siegfried wurde vom Hunger auf Süßes überwältigt. Den Magier verließen allerdings kurzzeitig seine Zauberkräfte, als sein cremiges Dessert Opfer der Schwerkraft wurde. Ein gefundenes Fressen für einen engagierten Fotografen: "Siegfried, bitte bleib so!" Und Siegfried blieb tatsächlich so, halb gebückt, halb aufwischend. Manch Party-Gast kam mit den kunstvoll arrangierten Tellerchen ebenfalls nicht klar. "Sie drücken ihre Zigaretten im Dessert aus", beschwerte sich ein von der feinen Gesellschaft enttäuschter Kellner.

Alles in allem amüsierten sich die Bambi-Geladenen aber prächtig. Und endlich einmal waren wirklich so gut wie alle Damen ebenso geschmackvoll wie ausgefallen gekleidet. Besonders herausragend: Claudia Schiffer im hochgeschlossenen Silbernen, die noch ein paar Tanzschritte wagte, bevor sie entfleuchte - angeblich in Richtung Zehlendorf. Der Sitznachbar des Models, kein geringerer als der frischgebackene Single Boris Becker, huschte unmittelbar nach dem Essen in Begleitung mehrerer Leibwächter Richtung Ausgang. Auch Jennifer Lopez und Sandra Bullock ließen sich nur ganz kurz blicken. Einer feierte gleich ganz woanders bis in die frühen Morgenstunden weiter: Tom Jones. Der Tiger hatte scheinbar keine Lust mehr auf Bambi - gegen 3 Uhr 15 in der Nacht beehrte er Ben Beckers Kneipe "Trompete" und verschwand mit Freunden und ein paar Fläschchen "Dom Perignon" im VIP-Raum. Weiter getrunken wurde auch im Hotel Estrel. Sabine Christiansen, die überraschend einen Preis bekommen hatte, gab sich gelöst. Guido Westerwelle plauderte mit Angela Merkel, Wolfgang Stumph kam mit seiner Tochter Stefanie, die nach ihrem Unfall eine Schiene am Fuß tragen muss. Nicht zu vergessen die aufreizend leger gekleideten Mitglieder der Pop-Gruppe Echt - die Jungs aßen brav ihre Tellerchen auf, um später in der Hotel-Lobby wartende Fans mit Autogrammen zu versorgen.

Mit dem Abklingen der Boris-und-Sabrina-Hysterie und der Zunahme des Cocktail-Konsums stieg die Stimmungskurve. Eine süße Party, hübsch dekoriert, irgendwie klebrig. Wie guter Nachtisch sein muss.

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