STADTMENSCHEN  : Designer luden ins Wohnzimmer

Ein neuer Salon? Die Berlinale ist die beste Zeit, Formen des Zusammenkommens auszuprobieren. Innendesignerin Giovanna Stefanel-Stoffel und Unternehmer Ludwig Maximilian Stoffel luden erstmals zu einem „Salone a Casa“ in ihrer Wohnung am Pariser Platz.

Kunstwerke unter anderem von Baselitz und Anselm Kiefer, Esszimmerstühle mit Lehnen wie Gräser, Bänke aus Pappe und blattgrüne Regale geben der „Casa“ eine bezaubernde Aura. Überraschungsblitzgast Dieter Kosslick und Ufa-Chef Wolf Bauer redeten sich bei vegetarischen Spezialitäten von Sterne-Koch Michael Hoffmann für die vielen Folgetermine warm. Iris Berben, Katja Riemann, Italiens Botschafter Michele Valensise, sein israelischer Kollege Yoram Ben-Zeev und der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Hartmut Dorgerloh, genossen das Ambiente mit mehr Muße. Giovanna Stefanel gab einen simplen Grund für die Einladung: „Wir lieben diese Stadt. Wir versuchen, Berlin noch schöner zu machen.“

Sie war schon 50, als sie ihren Mann kennenlernte und sich zum ersten Mal in ihrem Leben so verliebte, dass sie heiratete. Das Paar zog nach Berlin und entwickelt seit einiger Zeit in Berlin Häuserprojekte, parallel kümmert es sich um Kinder in Nepal. Opernsängerin Nadja Michael sang spontan eine Arie aus Xerxes, die Gäste ließen sich zu „Cantare“ mitreißen.

Still saß Kunstmäzen Erich Marx vor dem Bild „Sunset“ von Cy Twombly. Das hatte er in den 70er Jahren erstanden, am Anfang seiner Sammlung. Den Preis wusste er auch noch, 95 000 DM. Warum er es wieder verkauft hat? „Ich hatte ja noch keinen Liechtenstein ...“. Als die Gastgeberin vorbeikam, bot er ihr spontan das „Du“ an. So schöne Brücken baut die Liebe zur Kunst. Bi

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