Berlin : Stadtmenschen: Die fünfte Null

hema

Nicht in seinem Kladower Häuschen, sondern irgendwo in einem fremden Hotelzimmer feiert er heute seinen 50. Geburtstag. Dies nicht, weil er wie üblich privat in Ruhe gelassen werden möchte - Klaus Hoffmann ist auf Deutschlandtournee. Lesend diesmal, nur zwischendrin singt er ein paar Lieder aus seinem Album "Melancholia", heute vielleicht "Einsam sind alle Sänger". Ganz sicher wird er aber auch ein Glas darauf trinken, dass er mit der fünften Null mal wieder eines dieser verflixten 9er-Jahre hinter sich gebracht hat. "Ich habe Angst vor dieser magischen Zahl", sagte er im vergangenem März dem Tagesspiegel, immer habe sie ihm Unglück gebracht, angefangen vom Tod seines Vaters, als er neun Jahre alt war. 2000 muss ihm die Neun eigentlich Glück gebracht haben. Im Herbst erschien sein Buch "Afghana", aus dem Klaus Hoffmann jetzt en tour vorliest. Einen Taugenichtsroman nannte der Verfasser die Ich-Erzählung, mit der er wieder mal professionell die Seiten wechselte, vom Sänger zum Autor, der einst auch Schauspieler war. Sich nicht festlegen zu können, werfen ihm gern seine Kritiker vor. Seinen Fans dagegen ist es egal, ob er singt, schreibt oder schauspielt - frei nach dem Motto: "Hauptsache, da ist Hoffmann drin, wo Hoffmann drauf steht".

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