STADTMENSCHEN  : Die Thalbach krächzt

Foto: Promo/Lutz Edelhoff
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So stellt Klein Fritzchen sich Künstlerleben vor: Freitagmittag noch in Charlottenburg im Bette liegen und Royal Wedding in London in der Glotze gucken. „Aber nachmittags ist Probe und abends schon Voraufführung!“, stellt Katharina Thalbach schleunigst das Bild vom süßen Müßiggang kurz vor der Premiere des unkaputtbaren Theaterschwanks „Der Raub der Sabinerinnen“ am Sonntag in der Komödie am Kurfürstendamm klar. Außerdem hat Thalbach, die demnächst auch bei der „Zauberflöte“ am Wannsee Regie führt und gleich in mehreren Kinofilmen spielt, auch mal etwas Entspannung nötig. In ihrer Fassung des „Raubs der Sabinerinnen“ inszeniert sie nämlich nicht nur, sondern spielt die Hauptrolle des Schmierentheaterdirektors Striese, dessen Ehefrau und krächzt außerdem einen Kakadu. Aber nur, weil der bei der Erstinszenierung 2003 in Rostock als Striese besetzte Horst Krause drei Tage vor der Premiere ausfiel, erzählt sie und wirkt ziemlich abgelenkt. Im Schlafzimmer lärmt der Fernseher. Inzwischen will sie mit der nicht gerade feingeistigen Rolle alt werden. Wieso das denn? „Weil die so enorm zärtlich ist, komisch, ein Loblied aufs Theaterspielen.“ Nun aber Ruhe. „Die geben sich gerade das Ja-Wort“, quietscht Thalbach ins Telefon, „und da kommen Sie mir mit dem Ehepaar Striese.“ Völlig uninteressant. „Jetzt bin ich selber mal Publikum und gucke diese großartige Inszenierung“, sagt das Theatertier. Heiraten an sich findet sie dämlich. „Außer, der Mann hat Geld.“ Aber dass Prinz William nun am Altar stünde, sei überfällig. „Der verliert ja schon Haare.“ Ihre Tochter Anna Thalbach ist bis 31. Mai und dann noch mal im Juni in der Komödie am Kurfürstendamm aufgeführten saftigen Posse übrigens auch dabei, ebenso Andreja Schneider. „Oh nee, der kriegt den Ring nicht drauf“, stöhnt Thalbach schon wieder völlig abgelenkt. gba

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