STADTMENSCHEN : Diskrete Lotterie

Foto: Thilo Rückesi
Foto: Thilo Rückesi

Die Initiatoren der Aidsgala, Alfred Weiss und Alard von Rohr und Organisatorin Nadine von Gumppenberg, bleiben offen für Verbesserungen. Auch bei der fröhlichen After-Show-Party der ausverkauften 17. Festlichen Operngala für die deutsche Aids-Stiftung konnten sich die Gäste ganz auf sinnliche Freuden konzentrieren. Vorne auf der Bühne, wo sonst die Diven und die Heldentenöre singen, tanzten sie ausgelassen in den Morgen. Dem Dinner vom Borchardt folgte als frühmorgendliches Dessert die Curry-Wurst, die von adretten Air- Berlin-Stewardessen serviert wurde. Eine notwendige Unterbrechung hielt man so kurz wie möglich. Zwar gab es unter den 33 Preisen der Tombola jede Menge schöner Reisen und Schmuckstücke zu gewinnen. Öffentlich gezogen wurde aber nur der Hauptgewinn. Die glückliche Besitzerin des Loses mit der Nummer 11 durfte von ihrem alten Auto umsteigen in einen Mercedes Roadster im Wert von 47 000 Euro. Sie habe tatsächlich nichts mit Autos zu tun, versicherte sie. Der Hauptgewinner vom letzten Jahr, BMW-Direktor Hans-Reiner Schröder, beteiligte sich diesmal mit einer eigenen Tombola-Spende, einem BMW-Motorrad. Auch die Diskretion im Umgang mit Gewinnern ist nachahmenswert. Wer nicht fürchten muss, sich nach dem Genuss einiger Gläser Wein öffentlich als glücklicher Besitzer eines Hauptgewinns präsentieren zu müssen, kauft umso unbefangener Lose. Klaus Wowereit begrüßte nach der krisenbedingten Flaute in den Vorjahren ausdrücklich die Rückkehr der Sponsoren, lobte auch diejenigen, die in schwierigen Zeiten treu waren. Die Zähmung der Sponsoreneitelkeiten, die Kürze der überwiegend faktenreichen Reden, der Verzicht auf Boulevard-Prominenz haben wie das Arienprogramm zum Gelingen beigetragen. Bi

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