STADTMENSCHEN : Du Mont gruselt

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Er ist schon mit dem Musical „Rocky Horror Picture Show“ durch die Lande getourt, gab dort den Erzähler, und auch in Stanley Kubricks Film „Eyes Wide Shut“, in dem es ebenfalls recht gruselig zuging, war er dabei. Aber jetzt hat sich Sky du Mont auf Horror pur made in Berlin eingelassen. Der zur Zeit in Hamburg lebende Schauspieler mimt Carl Großmann, den Serienmörder, der Anfang der 1920er Jahre in Berlin sein Unwesen trieb und reihenweise Frauen umgebracht haben soll. Großmann ist eine der Figuren des Gruselkabinetts „Dungeon“, das am 15. März in der Spandauer Straße 2 in Mitte eröffnet. Sky du Mont muss die Besucher aber nicht tagein, tagaus leibhaftig erschrecken, er hat die Rolle des Massenmörders im Tonstudio gesprochen. Da seine Frau ein Faible fürs Hamburger Dungeon habe, sei es nicht schwierig gewesen, du Mont zu überzeugen, sagt eine Sprecherin.

Pest, die Weiße Frau, all solche Geschichten und als Abschluss der Frauenmörder werden im Dungeon erzählt. Eine Schauspielerin wird sein letztes Opfer Marie Nitsche darstellen, von ihm erzählen, schwärmerisch, zugleich von einer dunklen Ahnung ergriffen. Die Szenerie: eine Metzgerei, schließlich kannte Großmann sich auch beruflich mit Messern und Beilen aus, Holzbänke fürs Publikum – dann plötzlich erlischt das Licht. Du Monts Stimme erklingt, mal plaudernd, dann eindringlich flüsternd, bis zum Finale, das furios sein werde, mehr wolle sie nicht verraten, sagt die Sprecherin.

Großmann, geboren 1863, gilt als einer der schlimmsten Serienmörder der Berliner Geschichte. Es wurde spekuliert, ob er seine Opfer teilweise verspeist oder zu Wurst verarbeitet und verkauft haben könnte. Hinreichend Stoff für einen Romanautor wie Horst Bosetzky also, der 2004 im Jaron-Verlag „Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof. Dokumentarischer Roman aus den 20er Jahren“ veröffentlichte. Und die Idealbesetzung für ein Gruselkabinett wie das Dungeon. www.the-dungeons.de/berlin ac

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