STADTMENSCHEN : Ehrung für ein heiliges Monster

Foto: ddp
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Der Regisseur Werner Herzog ist jetzt Offizier der Ehrenlegion. Frankreichs Botschafter Bernard de Montferrand zeichnete ihn gestern im Namen seines Präsidenten Nicolas Sarkozy in der Botschaft am Pariser Platz mit dem entsprechenden Orden aus. Der Künstler werde für sein Gesamtwerk und seine Zeichen setzenden Impulse für das internationale Filmschaffen geehrt, heißt es in der offiziellen Begründung. Der Botschafter sagte, für die Franzosen sei Herzog „un monstre sacré“. Ein heiliges Monster sei in Frankreich ein Mensch, der wie Herzog „verwirrt und verblüfft, den Dingen auf den Grund geht“ und sich ekstatischer Wahrheit verpflichtet fühle. Herzog dankte, indem er erzählte, wie er sich das Land als Fußgänger erschlossen hat. In seiner Rogue-Filmschule in den USA hat er die Werke von Rimbaud und Rabelais zur Pflichtlektüre erhoben. Der in München geborene 67-jährige Filmemacher gilt als einer der Väter des neuen deutschen Films. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Fitzcarraldo“, „Aguirre, der Zorn Gottes“ und „Jeder für sich und Gott gegen alle“. Bi

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