STADTMENSCHEN : Ein Sachse im Weltall

Himmlischer Geburtstag. Klaus Wowereit ehrt den früheren Kosmonauten Sigmund Jähn im Roten Rathaus mit einer Sternenkarte. Foto: Soeren Stache/dpa
Himmlischer Geburtstag. Klaus Wowereit ehrt den früheren Kosmonauten Sigmund Jähn im Roten Rathaus mit einer Sternenkarte. Foto:...Foto: dpa

Das ist des Ossis ewiger Triumph – er war als erster Deutscher im Weltall. Da kann die BRD den anderen deutschen Staat noch so sehr überlebt haben, die DDR hatte den ersten Astronauten oben: Sigmund Jähn flog am 26. August 1978 mit einem „Sojus“-Raumschiff vom Weltraumbahnhof Baikonur zur damaligen russischen Orbitalstation „Saljut 6“ und umkreiste darin in Gesellschaft einiger Kosmonautenkollegen acht Tage lang die Erde.

Am 13. Februar wurde der in Morgenröthe-Rautenkranz im sächsischen Vogtland geborene, damals im Westen weitgehend unbeachtete Held der DDR, Doktor der Physik und ehemalige NVA-Generalmajor, 75 Jahre alt. Gestern nun wurde der in Strausberg ansässige Weltraumfahrer vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit im Roten Rathaus mit einem Geburtstagsempfang geehrt. Ob zum Mittagessen Astronautennahrung serviert wurde, ist nicht bekannt. Als Geschenk bekam Jähn zwecks besserer Orientierung am Himmel eine gerahmte Sternenkarte überreicht. Nach der Wende wirkte Jähn als Berater des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Europäischen Weltraumbehörde ESA und als Astronautenausbilder. gba

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