STADTMENSCHEN : Ente süß-salzig

Die Dinnershow Palazzo gastiert wieder in der Stadt

Foto: Promo
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Wird es Winter, kommt Palazzo. Die Karten für die Spaß- und Dinnershow werden alljährlich neu gemischt – die aktuelle, fünfte Version ist schneller, greller, witziger als ihre Vorgänger, was vor allem an Peter Shub liegt, dem Clowngenie, der eine minimalistische Schau des Scheiterns irgendwo zwischen Buster Keaton und Lou Reed vorführt. Auch Amy Gordon als vielseitige Conferencieuse und die durchgedrehten Drei von „ZahirCirco“ tun alles, damit die Gäste nicht zu romantisch glotzen, sondern sich gut unterhalten fühlen im Spiegelzelt am Humboldthafen. Auch die anderen Nummern liegen auf erfreulich hohem Niveau, sind gut in den rasanten Ablauf eingebaut,und die fünfköpfige Band unter Scott White fegt inspiriert und elegant durch die Pop-Geschichte. Bei der Vorpremiere am Freitagabend gab es noch manchen Holperer im Ablauf – auch das Essen von Co-Gastgeber Christian Lohse zeigte noch Schwächen, zu salzig die Ente, zu süß das Dessert. Möglicherweise hat es daran gelegen, dass Lohse den ganzen Abend nicht gesehen wurde und auch Hans-Peter Wodarz, der Zeremonienmeister der Show, nach seiner Begrüßungsrede abtauchte und sich jedenfalls im Zelt nicht mehr zeigte. Vermutlich hatten sie noch einiges zu schleifen, um der gestrigen Premiere zum Erfolg zu verhelfen. bm

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