Berlin : Stadtmenschen: Es muss nicht immer Karo sein

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Sogar die Christbaumkugeln sind hier kariert: Das britische Traditionshaus Burberry eröffnete am Freitagabend sein Geschäft am Kurfürstendamm 183. Auf zwei Etagen bietet der Edelkonfektionär seine Klassiker und ihre moderneren Varianten, den Muff früherer Jahre und früher eröffneter Geschäfte hat dieser flotte Laden nicht. Durchaus exaltiert gemusterte Hemden sind hier zu finden, auch gestreifte. Doch Karo herrschte natürlich vor: Die Ehefrau des Schweizer Botschafters, Shawne Borer-Fielding, hatte sich in ein schulterfreies Minikleid geworfen, das in einem sehr kurzen Schottenrock endete, und trug dazu schwarze Stiletto-Stiefel. Store Manager Ingo Lange hielt sich zwar an die Regel "no brown after six" (kein Braun nach sechs, gilt für Schuhe), seine Füße steckten aber, wenig traditionell, in spitzen schwarzen Schlangenleder-Boots. Burberry-Deutschland-Chef Thomas Broiker ging da schon subtiler vor: Schwarze Oxfords am Fuß und den untersten Knopf am Jackettärmel offen gelassen - Kennzeichen für Eingeweihte, dass es sich bei den Nadelstreifen um einen Maßanzug handelte. Schauspielerin Alexandra Kamp führte ihre karierte Burberry-Unterwäsche vor. Da ihr jeder in den Ausschnitt blickte, fielen die Haare kaum auf: Es handelte sich um eine gemäßigte Variante von Farrah Fawcetts berühmter Dachrinnenfrisur. Kollegin Andrea Sawatzki konnte gegen dieses Dekolleté wenig ausrichten - und wollte das vielleicht auch nicht. Verspätet und kunstvoll verwuschelt erschien im Clochard-Look Filmpreisträger Robert Stadlober, der sich mit ähnlich plüschigen jungen Leuten unterhielt. Außerdem gesehen: Chansonnier Tim Fischer, die Pro-Sieben-Moderatoren Steven Gätjen und Aiman Abdallah (der mit seiner kleinen Tochter auf den karierten Polstern herumtollte), Escada-Erbe Sven Ley und, im Engels-Look, 90-Grad-Partydame Britt Kanja.

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