Stadtmenschen : Film mit Jens Lehmann im Kant-Kino

"Themba", Film über einen Südafrikanischen Aidswaisen wurde am Wochenende im Charlottenburger Kant-Kino vorgestellt. Jens Lehmann, der darin einen Fußballtrainer spielt, war nicht dabei.

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Nein, Jens Lehmann konnte nicht zur Galavorführung des deutsch-südafrikanischen Films „Themba – Das Spiel meines Lebens“ im Kant-Kino kommen, zu der die südafrikanische Botschaft geladen hatte. Lehmann spielt in dem Film den Trainer der „All Stars Academy“, die junge Fußballtalente in Südafrika sucht. „Ich habe gestern noch mit ihm telefoniert“, erzählt Regisseurin Stefanie Sycholt, „aber er hat seinen Kindern nach all dem Trubel den Urlaub versprochen und dazu steht er. Das muss man akzeptieren“, sagt sie nach der Vorführung im vollbesetzten Saal.

Themba, nach dem gleichnamigen Roman von Lutz van Dijk, erzählt die Geschichte eines elfjährigen Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, der leidenschaftlich Fußball spielt und es am Ende in die Nationalmannschaft schafft. Doch am Tag seines größten Triumphes erfährt er auch, dass er HIV-positiv ist, nachdem er als Kind von einem Onkel vergewaltigt worden war. „Ich war sehr berührt vom Schicksal der Aids-Waisen und wollte immer einen Film über sie machen, aber es fehlte mir die richtige Vorlage. Bis ich den Roman ,Themba’ von Lutz van Dijk las“ erzählt die in Südafrika geborene Regisseurin in einer kleinen Diskussionsrunde auf der Bühne. Jens Lehmann sei übrigens sehr umgänglich gewesen, „es haben uns eher die vielen Fotografen an der Arbeit gehindert“, sagt sie. Jaka Bizilji, Gründer von Cinema for Peace sagte, er habe den Film vor zwei Monaten mit Bischof Tutu und vielen Kindern in Südafrika gesehen und alle seien begeistert gewesen. Und Paul Bendix, Geschäftsführer von Oxfam Deutschland und im Vorstand der Initiative „Gemeinsam für Afrika“ sagte, der Film zeige ein sehr faires und authentisches Bild der Situation in Südafrika, er habe lange dort gelebt. „Ich wollte zeigen, dass es auch in den schrecklichsten Momenten noch Hoffnung und Lebensfreude gibt“, sagte Stefanie Sycholt am Ende, bevor die Diskussionen im Foyer bei einem Glas südafrikanischen Weines weitergingen.

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