Berlin : Stadtmenschen: Frühstück ohne Sonne

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Sanftes Harfenspiel empfängt die Gäste oben am Lift, und das Restaurant 207 Meter über Berlin wird vom Frühmorgengezwitscher deutscher Wald- und Wiesenvögel beschallt. Fehlte nur noch ein Hahnenschrei, als gestern früh ab Vier 220 Menschen frohgelaunt in die TV-Kugel strömten. Für 35 Mark gab es ein äußerst reichhaltiges Sonnenwendfrühstück mit Champagner, Kaffee und Tee ohne Ende: "Die Idee entstand 1999, als ein Gast bei Sonnenaufgang im Fernsehturm frühstücken wollte", sagt Geschäftsführer Hartmut Wellner und testete: "Kriegen wir den Laden voll?". Und ob! Im Nu waren letztes Jahr die Plätze ausverkauft. Diesmal kamen einige Gäste sogar aus fernen Orten Brandenburgs, weil sie die Eintrittskarten bei einem Radio-Quiz gewonnen hatten. Demnächst gibt es wieder Theater im Turm, und die Silvester-Turm-Party feiert den "Abschied von der D-Mark". Übrigens: Gestern fehlte leider die Hauptperson. Keine Sonne weit und breit, nur Dunst und Wolken. Aber auf jedem Tisch strahlten zum Trost frische gelbe Sonnenblumen.

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