STADTMENSCHEN : Geheimdienst streng geheim

Foto: dapd
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Diese Paparazzi wieder! Da haben sie Dienstag doch glatt Philip Seymour Hoffman, Nina Hoss und Herbert Grönemeyer vorm zum Bundesinnenministerium umgerüsteten Ludwig-Erhard-Haus in der Fasanenstraße fotografiert. Bei den supergeheimen und auch nur zwei Tage währenden Dreharbeiten zum Film „A Most Wanted Man“. Am Hauptdrehort Hamburg hat die Verfilmung des 2008 erschienenen Spionagethrillers „Marionetten“ von John le Carré schon seit September immer mal wieder Aufregung ausgelöst.

Zur Besetzung gehören neben Oscarpreisträger Hoffman amerikanische und deutsche Stars wie Rachel McAdams, Willem Dafoe, Daniel Brühl und Kostja Ullmann. Popstar und Gelegenheitsschauspieler Herbert Grönemeyer, der Mittwoch vor einer Woche erst ein Konzert in der Columbiahalle gab, ist ein alter Kumpel des niederländischen Musikerfotografen und Regisseurs Anton Corbijn. 2007 hat er bereits in dessen Film „Control“ mitgespielt. Der Dreh mit dem viel beschäftigten Musiker sei jetzt zum Ende des Filmprojekts doch noch kurzfristig zustande gekommen, sagt Filmproduzent Malte Grunert. „Und schauspielern kann er durchaus noch.“ Grönemeyer spiele eine wichtige, aber nur zwei Produktionstage umfassende Rolle als hochkarätiger Geheimdienstler. Auch Hoffman und Hoss spielen Geheimdienstler, die sich alle zu einem Treffen im fiktiven Bundesinnenministerium treffen. Im echten seien natürlich keine Dreharbeiten erlaubt, sagt Grunert, und das Ludwig-Erhard-Haus sowieso das viel attraktivere Motiv. Der Berlin-Ausflug hat seine Entsprechung in John le Carrés größtenteils in Hamburg spielender Romanvorlage um mutmaßliche islamistische Terroristen. Der Senator-Filmverleih bringt „A Most Wanted Man“ im Herbst 2013 ins Kino. gba

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