STADTMENSCHEN : Geschenke vor der Krippe

Sowieso strahlt die neapolitanische Krippe in der italienischen Botschaft große Sinnlichkeit aus. Sie zeigt nicht nur die Hirten und Könige, sondern das ganz normale Alltagsleben in Italien. Würste hängen von der Decke einer Schänke, Musikanten spielen, es gibt auch einen kleinen Wasserfall. Am Montagabend stapelten sich rings um die weihnachtliche Sehenswürdigkeit aus dem 18. Jahrhundert Geschenke für krebskranke Kinder.

Botschafter Michele Valensise hatte gemeinsam mit dem Ambassadors Club zum weihnachtlichen Empfang eingeladen, und die Gäste waren gebeten, Geschenke für das Kinderhospiz der Björn-Schulz-Stiftung mitzubringen. Deren Gründer Jürgen Schulz erzählte, wie wichtig Freude für die Kinder sei. Der Botschafter sagte, dies sei auch eine Gelegenheit, Dankbarkeit dafür zu zeigen, „wie gut es uns allen geht“. Er lobte die Initiative der Chefin des Ambassadors Club, Mania Feilcke, und nannte sie wegen ihrer Durchsetzungsfähigkeit „eine alternative Energieform“ , die den Diplomaten Zugang zu vielen interessanten Gesprächspartnern verschaffe.

Für die Gäste, darunter die Moderatoren Ulrich Deppendorf und Klaus Bresser sowie KPM-Chef Jörg Woltmann, sang Countertenor Jochen Kowalski weihnachtliche Lieder. Am Schluss seines Auftritts, lud er alle Gäste ein, mit ihm „O du fröhliche“ zu singen, gewissermaßen als Referenz an die Gastgeber, weil dieses Lied, das gemeinhin für eine deutsche Weihnachtshymne gehalten wird, eigentlich auf dies Melodie des italienischen Marienliedes „O Sanctissima, o purissima, dulcis virgo Maria“ zurückgehe. So opulent die Krippe auch ausgestattet war, eine Figur fehlte. „Das Christuskind wird erst Heiligabend hineingelegt“, sagte der Botschafter, der beim Aufbauen selbst mitgeholfen hat. „So will es die Tradition.“ Bi

0 Kommentare

Neuester Kommentar