STADTMENSCHEN  : Glückliches Marokko

„Wenn die Gäste glücklich sind, ist alles gut“, lautet das Motto des deutsch-marokkanischen Sterne-Kochs Wahabi Nouri aus Hamburg, der nach Berlin eingeladen wurde, um aus Anlass der zehnten Teilnahme Marokkos an der Fruit Logistica ein Gala-Dinner zu erstellen. Botschafter Rachad Bouhlal hatte Nouris Motto über den Abend im Ritz Carlton gestellt, der einmal mehr zeigte, wozu marokkanische Gastfreundschaft fähig ist. Schon im Foyer zauberten grün angestrahlte Palmen einen Hauch von Orient, gekrönt durch ein prächtiges Zelt, in dem marokkanischer Tee mit Minze gereicht wurde. Malis Botschafterin Fatoumata Sire Diakité sowie der japanische Botschafter Takahiro Shinyo nutzten die Gelegenheit, sich über Marokkos touristisches Potenzial auszutauschen.

Wie schwierig es ist, bei einem Galadinner zu essen und gleichzeitig rhythmisch zu klatschen, erfuhren die Gäste im großen Saal, als marokkanische Musiker traditionelle und moderne Rhythmen mischten. Der Aufforderung der temperamentvollen Sängerin Saida Charaf konnte man sich kaum entziehen. Maxime Karoutchi bewies mit seinen hebräischen Liedern, dass es in Marokko auch eine jüdische Tradition gibt und als dann Amal El Bouchari „Marmor Stein und Eisen bricht ...“ als Ausdruck der Beziehungen anstimmte, war der Jubel groß. Augenschmaus waren die prächtigen Kaftane der Designer Albert Oiknine, Meriem Benamour und Mao Lakhdar, die bewiesen, wie Orient und Okzident in Schnitt, Stoff und Material eine wunderbare Symbiose eingehen können. Spaß an diesem marokkanischen Abend hatten auch die beiden ehemaligen Botschafter in Marokko, Roland Mauch und Gottfried Haas. R.B.

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