STADTMENSCHEN : Herrenabend in der Oper

„GQ“-Magazin verteilte Preise an verdiente Männer

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Gleich ein ganzes Lied lang hat sich Herbert Grönemeyer gefragt, wann ein Mann ein Mann ist und trotzdem keine eindeutige Antwort gefunden. Da meint Rapper Bushido mehr zu wissen: „Entweder bist Du ganz hart oder ganz weich. Dazwischen gibt es nichts.“ Dass er da irrte, bewiesen am Freitagabend all die Herren, die in der Komischen Oper vom Magazin „GQ“ als „Männer des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Designer Raf Simons beweist sich erfolgreich in der harten Modewelt, bringt aber auf der Bühne vor Schüchternheit kaum ein Wort raus. Die Scorpions pflegen ihr Image als Rocker, freuen sich aber wie kleine Jungs über den Preis für ihr Lebenswerk.

Erstmals war die Gala, zu der 900 Gäste geladen waren, vom Sitz des Condé Nast Verlags aus München nach Berlin geholt worden. Mehr Glamour und Internationalität hatte sich der Verlag davon versprochen – und das Ziel wäre auch erreicht worden, wenn Moderator Marco Schreyl nicht so flapsig durch den Abend geführt hätte. Angenehm dagegen die beiden Preisträger Matthias Schweighöfer und Michael Schumacher, die beide ihren Frauen für deren Unterstützung dankten. Ausgezeichnet als „Männer des Jahres“ wurden auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, Sänger Jamie Cullum und Schauspieler Rupert Everett. „Ich wusste gar nicht, dass ich das Material für einen solchen Titel hergebe. Aber jetzt, wo ich das weiß, werde ich mich entsprechend verhalten“, sagte der Brite. Mark Ronson, Musiker und Produzent unter anderem von Amy Winehouse und Robbie Williams, wurde für seinen Stil geehrt. „Dabei bin ich vor drei Jahren immer nur in Jogginghosen und T-Shirts rumgelaufen“, sagte er. Einen Preis erhielt auch Annie Lennox – natürlich nicht als „Mann des Jahres“, sondern für ihr Engagement im Kampf gegen Aids. Am Ende wurde auch Bushido ausgezeichnet und gestand dann doch ein, dass Schwächen nicht schlecht sind: „Man muss in den richtigen Momenten Fehler machen, um erfolgreich zu sein.“ sop

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