STADTMENSCHEN : Hollywoodstar Adam Sandler buddelt im Sand

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Das war eine Premiere, von der zumindest wohl viele männliche Schauspieler schon immer geträumt haben. Auf unnötigen Schnickschnack wie die Vorführung des Films wurde einfach verzichtet, es durfte gleich Party gemacht werden. Und das nicht im Anzug und Abendkleid, sondern in Shorts und T-Shirt. Kein Wunder, dass sich US-Hollywoodstar Adam Sandler und seine Kollegen Kevin James, Chris Rock und David Spade wohl fühlten, als sie am Freitag sich und ihren neuen Film „Kindsköpfe“ in Berlin feiern ließen.

Eigens für den Abend hatte Sony Pictures einen XXL-Sandkasten an der O2-World aufschütten lassen – passend zur Geschichte der Komödie, die am 5. August in den Kinos startet. Sie handelt von fünf alten Freunden und ehemaligen Sportkameraden, die sich nach vielen Jahren wiedertreffen, um ihrem verstorbenen Basketball-Trainer aus Kindheitstagen die letzte Ehre zu erweisen und bei der Begegnung feststellen, dass Älterwerden nicht automatisch auch Erwachsenwerden bedeutet.

Das scheint auch Sandler so zu sehen. Er alberte für die Fotografen mit einem Gummikrokodil herum und stapfte in bequemen Loafern vergnügt durch den tiefen Sand zum VIP-Bereich, wo sich Bikini-Girls redlich bemühten, die Aufmerksamkeit der Stars mit Popo-Wackeleien zu erhaschen. Doch Sandler und seine Kollegen hatten nur Augen fürs eins: Würstchen. Burger gibt’s in Amerika schließlich genug und das deutsche Grillgut schien der Männerrunde gut zu schmecken. Ursprünglich hatte ihr Kreis noch durch ihre „Kindsköpfe“-Filmpartnerin Salma Hayek erweitern werden sollen, doch die Schauspielerin hatte sich am Fuß verletzt und musste ihre Reise nach Berlin kurzfristig absagen. Mit kaputtem Knöcheln wäre es wahrscheinlich auch schwer gewesen, über den Sand zu laufen. Mit Stilettos war das allerdings nicht gerade einfacher. Collien Fernandes schlug sich tapfer, Anastasia Zampounidis hatte schon vorsorglich Plateausandalen angezogen und Franz Dinda kam lieber gleich in hohen Stiefeletten, Sandkörner mussten draußen bleiben. Fürs Beach-Feeling plätscherte am Rand ein künstlicher Wasserfall ins Plastikbassin. So war’s dann am Ende auch ohne Film großes Kino. Sonja Pohlmann

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