STADTMENSCHEN : Horrortrip „Cosmopolis“

Es gibt einige internationale Stars, denen man mittlerweile raten kann, sich in Berlin eine Zweitwohnung zuzulegen – so oft sind sie in der Stadt. Will Smith ist so einer, für Brad Pitt und Angelina Jolie gab es sogar eine Zeit lang das hartnäckige Gerücht, sie würden sich hier niederlassen, und nun ist Robert Pattinson eifrig dabei, sich zum virtuellen Berliner emporzuarbeiten. Im April vergangenen Jahres stellte er hier „Wasser für Elefanten“ vor, im November ließ er sich bei der Premiere von „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht 1“, dem ersten Teil des „Twilight“-Finales, bejubeln, und zur Berlinale im Februar war er mit „Bel Ami“ schon wieder da. Am Donnerstagabend nun flanierte er vor dem Kino International in der Karl-Marx-Allee über den roten Teppich, gemeinsam mit David Cronenberg, Regisseur und Drehbuchautor seines neuen Films „Cosmopolis“ (Kinostart am 5. Juli). In dem Film, der auf dem gleichnamigen, 2004 erschienenen Roman von Don DeLillo basiert, spielt Pattinson den ebenso reichen wie gewissenlosen Spekulanten Eric Packer, einen Vampir der New Economy sozusagen, mit einer Vorliebe für harten Sex und riskante Termingeschäfte. An sich ist er nur in Manhattan in einer Limousine unterwegs zu einem Friseurtermin, doch New Yorks Zentrum steht an diesem Frühlingstag des Jahres 2000 kurz vor dem Kollaps. Der Präsident ist in der Stadt, gewalttätige Globalisierungsgegner demonstrieren, ein Sufi-Rapper wird zu Grabe getragen – mittendrin Packer in seiner Limousine und mit wechselnder Begleitung, eine 24-stündige Albtraumfahrt, bei der sein Leben völlig aus den Fugen gerät. ac

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