STADTMENSCHEN  : Hüter der Porzellankiste

Der vielfältig engagierte Unternehmer und KPM-Retter Jörg Woltmann bekommt am heutigen Mittwoch das Verdienstkreuz am Bande. Im Auftrag des Bundespräsidenten wird der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit die Auszeichnung im Roten Rathaus überreichen. Er habe nicht nur die Königlich Preußische Porzellanmanufaktur vor der Insolvenz gerettet, sondern es darüber hinaus auch geschafft, ihr in wenigen Jahren eine ganz neue, zukunftsträchtige Form zu verleihen, heißt es in der Begründung. Woltmann hatte die KPM im Februar 2006 übernommen, als dem Unternehmen nach 240 Jahren die Insolvenz drohte. Noch macht sie keine Gewinne, aber Woltmann ist vom wirtschaftlichen Erfolg absolut überzeugt. Ihm ging es zunächst vor allem darum, das Unternehmen als Kulturgut zu erhalten und ganz behutsam und nachhaltig zu einem prächtigen Haus zu entwickeln: „Ich stehe nicht unter Druck und denke grundsätzlich sehr langfristig.“ Bewusst verzichtete er zum Beispiel auf Preisaktionen, um den Kunden klarzumachen, dass die kostbaren Produkte ihren Preis eben auch wert seien. Für Wowereit ist er „ein Unternehmer alter Schule“.

Ehrenamtlich ist Woltmann seit 20 Jahren als Handelsrichter tätig, sitzt im Vorstand des Fördervereins der Staatsoper, setzt sich im Lions Club für sozial schwache Minderheiten ein und ist Schirmherr der Sponsorengemeinschaft Diakonieladen. Auch bei den Freunden der Nationalgalerie, den Freunden der Preußischen Schlösser und Gärten, der Stiftung Zukunft Berlin und im Stiftungsrat des Bröhan-Museums ist der begeisterte Berliner aktiv. Bi

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