Stadtmenschen : Kavalier des Lächelns

Peter Maffay stellt seine neue Single vor. Die Melodie ist altbekannt, nur der Text kommt einem irgendwie... afghanisch vor. "Faryaad" (Dari für "Schrei") heißt der Benefiz-Song, den er zusammen mit den afghanischen Sängern Ay Jy und Shabanna aufgenommen hat.

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Foto: dapd Foto: ddp
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Vom kleinen Drachen Tabaluga bis hin zum Krieg in Afghanistan – es gibt offenbar kaum ein Thema, zu dem Peter Maffay kein Lied einfällt. Am Dienstagabend stellte er sein neuestes Werk im Best Western Hotel Moabit vor. Den Tabaluga-Fans dürfte die Melodie bekannt vorkommen. Als „Ich wollte nie erwachsen sein“ brachte er das Lied 1994 gemeinsam mit Rolf Zuckowski heraus, nun hat er es neu eingesungen – auf Deutsch und einer der afghanischen Landessprachen, Dari. Seine Partner sind der afghanischstämmige Sänger Ay Jy, der in Aachen lebt, und die Sängerin Shabanna, die in Afghanistan als Fernsehmoderatorin arbeitet. „Faryaad“ heißt das Lied, das Maffay und Ay Jy gemeinsam präsentierten, übersetzt „Der Schrei“. Damit spielen die Künstler auf die Situation in Afghanistan an. Zuvor hatte Ay Ji mit seinem afghanischen Sängerkollegen Jawid Sharif ein Lied auf Dari gesungen.

Im Video, das am Dienstagabend ebenfalls vorgestellt wurde, sieht man die Gegensätze, die die drei Sänger überwinden wollen: Zuerst laufen sie durch brennende Trümmer, dann taucht Maffay an einem Flügel auf einer Bühne auf, die mitten im Himmel zu schweben scheint.

Maffay hat bereits angekündigt, dass er Ay Jy in sein Bühnenprogramm einbauen möchte. Es wäre das erste professionelle Engagement für den Sänger, der hauptberuflich die Aachener Straßenbahn lenkt und bei Besuchen in seiner Heimat Afghanistan auch Konzerte gibt. Mit der Single möchte Maffay den Einsatz des Deutschen Roten Kreuzes in Afghanistan unterstützen. Der 63-Jährige hat sich bereits vielen karitativen Projekten eingesetzt, so als Kinderpate und für die Tabaluga-Stiftung. Gestern Abend sagte er, dass man mit Musik Brücken errichten und Vorurteile abbauen könne. Ungefähr 200 Fans, die ins 2. Obergeschoss des Best Western gekommen waren, feierten nach der Premiere noch weiter.nag

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