Berlin : Stadtmenschen: Kein Kinski

tabu

Dienstagnachmittag. Paris Bar. Irgendwo muss man sich ja treffen, dachte Schauspieler Edgar Selge. Warum also nicht die Paris Bar? Hier hat er "eine wunderschöne Szene" mit Katja Flint in dem neuen Oskar-Roehler-Film "Suck my dick" - ab nächsten Herbst im Kino - gedreht. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann am 14. Januar den "Polizeiruf 110" um 20 Uhr 15 (ARD) einschalten. Seit vier Folgen spielt Selge in der Produktion des Bayrischen Rundfunks den Kriminalhauptkommissar Jürgen Tauber.

Im Februar steht der 52-Jährige im Münchener Residenztheater in Schillers "Wallenstein" auf der Bühne. "Einmal im Jahr will ich trotz der ganzen Dreharbeiten auf jeden Fall Theater spielen", betont der gebürtige Westfale, der in München lebt. Schließlich ist er durch das Theater überhaupt zur Schauspielerei gekommen. Als Kind schon stand der Sohn eines Gefängnisdirektors im Knast auf der Bühne und hat dort "immer die Mädchenrollen gespielt". Während seines Germanistikstudiums inszenierte er sogar eigene Stücke. Es hat sich gelohnt, denn für seine Rolle in "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" erhielt er den Deutschen Filmpreis 2000. Der "Spiegel" verglich ihn kürzlich mit Klaus Kinski. Selge, der Kinski bewundert, sieht aber keine Parallele. Gut so, denn das Gruselgenie ist einmalig.

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