STADTMENSCHEN : Klaus Hoffmanns neuester Geist

Zu seinem heutigen 57. Geburtstag macht der Liedermacher Klaus Hoffmann auch seinen Fans ein schönes Geschenk – „Spirit“ heißt das 38. Album des Berliners. Alfred Biolek durfte schon mal reinhören und fand, mit der neuen CD sei dem Klaus ein ganz großer Wurf gelungen. Sehr bewegende deutsche Lieder in bester französischer Tradition seien es, so lobte er den Schauspieler und Sänger, der als bester Chansonnier Deutschlands gerühmt wird. Hoffmann gehört zu den Künstlern, die auch im übersättigten Berlin keine Reklame brauchen. Bis Ostersonntag lockte er seine Zuhörer ins Tipi am Kanzleramt, „Wenn uns nur Liebe bleibt“, hieß das intime Brel-Programm. Auf das Konzert zum brandneuen Album muss sich die hiesige Anhängerschar allerdings bis November gedulden. Da beendet Klaus Hoffmann im Admiralspalast seine „Spirit“-Deutschlandtournee, die er am 1. Mai im norddeutschen Stade starten wird. Der heutige Geburtstag ist für den nachdenklichen Künstler, der sich seine „kindliche staunende“ Sicht auf das Leben bewahrt hat, persönlich allerdings kein Anlass zu großen Bilanzen. Seinen Blick auf das Leben und die Welt hat er bisher schon in mehr als 360 Liedern öffentlich gemacht. Seit seinem elften Lebensjahr ist das Meer der ultimative Ort seiner Sehnsucht – bis zum Indischen Ozean hat sie ihn schon getrieben. Und doch landet er letztlich immer wieder daheim in Berlin: „Die Stadt gab mir, was ich heute bin“, singt er in seinem „Spirit“-Titelsong. Freunde gab sie ihm auch, die er heute aber nicht zu sich und Malene, seiner Lebensgefährtin seit 25 Jahren, nach Kladow einlädt, lieber feiert er „auswärts“, darunter mit Klaus Wowereit, Jörn Kubicki und Antje Vollmer. hema

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