Berlin : Stadtmenschen: Klimbim mit Senf aus Sachsen

hema

Sie ist wieder mal in der Stadt - und diesmal nicht nur im Gerede, wie einst durch ihre Auftritte in Soft-Sexfilmen. Am Kurfürstendamm kann sie jeder im Supermarkt von Wertheim in die Hand nehmen und sogar mit heimnehmen. "Mein Favorit" verkündet die rothaarige Elisabeth Volkmann - und guckt vom blauen Deckel eines Glases, dessen gelber Inhalt als "Friedrichs Dresdner Tafelsenf" deklariert ist. Mit dem Zusatz: Der Starke. Mit dieser Werbung für die Produktion unter dem Namen des ehemals Königlich-Sächsischen Hoflieferanten Max Friedrich, der seit 1878 bei den Sachsen den Senf dazu gibt, leistet die in den 70er Jahren als keifende "Klimbim"-Tante im gleichnamigen Fernseh-Serienhit bekannt gewordene Schauspielerin aber keinen Solidarbeitrag. Der Dresdner Senf aus dem freistaatlich neuen Bundesland dient vor allem ihrem Wohl - und Konto.

Die katholische Essenerin ist durch Heirat mit besagter Senffabrik verbunden, welche zu DDR-Zeiten enteignet worden war. Jetzt gehört sie Eberhard Radisch. Und mit diesem lebte Elisabeth Volkmann schon 27 Jahre ohne Trauschein zusammen, bevor sie sich fast heimlich auf einem Münchner Standesamt gesetzlich verbandelten. Auch wegen des Ernstfalls - verheiratete Lebenspartner haben bekanntlich bessere Karten als unverheiratete. Wenn Elisabeth Volkmann jetzt also ihren Senf überall dazugibt, hat das vor allem einen Grund: die Liebe zum Starken.

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