STADTMENSCHEN : Küche und Kram

Von der verträumten Spinnwebenromantik, die sich da kunstvoll auf einer weitläufigen Fabriketage ausbreitet, soll man sich nicht täuschen lassen. Mit seinem Pop-up-Restaurant „Backstage“ zeigt der Frankfurter Edel-Caterer Klaus-Peter Kofler geradezu musterhaften Sinn für Effizienz. Aufgebaut hat er die Kulisse aus Kunst und Kram in den ehemaligen Opernwerkstätten an der Chausseestraße für die große Boss-Party zur Fashion Week. Kaum waren alle Gläser gespült, lud er am Freitagabend zur Premiere von „Pret à Diner“ ein. Ursprünglich wollte er bis zum Ende der Berlinale bleiben, also genau in der Saison, in der Berlin mehr als gut besucht ist von Besuchern, die ein Sterne-Dinner im abenteuerlichen Ambiente zu schätzen wissen. Der neu geschaffene Ort gefällt ihm so gut, dass er wohl bis zum Ende der ITB bleiben wird. „Endlich haben wir mal richtig Platz“, sagt er und dreht sich in dem Raum zwischen moderner Video- Kunst und antiken Bühnenautos. KPM-Chef Jörg Woltmann blickte zufrieden auf die Gäste, die Labskaus von der Ente mit Wachtelspiegelei aus seinem neuen Jubiläumsporzellan löffeln. Bis zum 4. Februar kocht Michael Kempf vom Facil, bis zum 19. Februar ist Matthias Schmidt von der Villa Merton in Frankfurt der Chef in der Hightech-Showküche, um die herum sich ein Tresen formiert. Vom 20. bis 28.2. kommen die vielfach preisgekrönten Kochkünstler Daniel Redondo und Helena Rizzo aus Sao Paulo. (www.pretadiner.com). Als Gastgeberin fungiert die Künstlerin Olivia Steele, deren Carpe-diem-Werke zwischen den Gängen in der angrenzenden Circle Culture Gallery genossen werden können. Ein Wunder, dass sie nicht Musikerin geworden ist. Ursprünglich kommt sie nämlich aus Nashville, Tennessee. Bi

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