STADTMENSCHEN : Lange Nacht der Wirtschaftsberater

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Ein zwiespältiger Jahrestag steht im Herbst am Schlossplatz an: Ausgerechnet am 3. Oktober vor 50 Jahren wurde das DDR-Staatsratsgebäude eröffnet. Die größere Ironie der Geschichte daran ist aber wohl, dass es heute als Sitz der privaten Kaderschmiede European School of Management and Technology (ESMT) dient. Und so feierte im einstigen Festsaal des Staatsrats der Beratungskonzern und ESMT-Förderer KPMG seinen Neujahrsempfang mit einigen hundert Gästen.

Gastgeber Frank Wiethoff, seit einem Jahr an der Spitze der rund 1000 Mitarbeiter der „Region Ost“, gab ein flammendes Bekenntnis zum Standort ab. „Ich habe das Gefühl, genau zum richtigen Zeitpunkt nach Berlin gekommen zu sein“, sagte er. KPMG habe den Umsatz in der Region im alten Jahr um 13 Prozent steigern können, nun liege sie im nationalen Vergleich sogar an der Spitze.

Berlin sei zu einer europäischen Ideenhauptstadt geworden und , „ein Labor der unternehmerischen Herausforderungen der Zukunft“. Zu den Erfolgsfaktoren gehöre neben den Hochschulen und der starken Forschung auch die hohe Lebensqualität der Stadt, sagte Wiethoff. Der Schweizer Bestsellerautor Rolf Dobelli knüpfte daran an und klärte die Gäste über populäre Denkfehler auf. „Wir neigen dazu, die Bedeutung des Zufalls zu unterschätzen.“ Zwischen Tomatenmousse, konfiertem Hirschkalbsrücken und Zitronengras-Baumkuchenterrine tauschten sich die Gäste bis spät in den Abend aus, bevor sie sich auf den Heimweg über die unter Blitzeis erstarrten Straßen und Wege machten. mod

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