STADTMENSCHEN : Liedtexte als Literatur

Eine Papphülle ohne Beschichtung, auf matt beigem Papier. Nur die Namen der Songs sind auf der Rückseite abgedruckt. Und in der Plattenhülle: das reine Vinyl. Auf dieser LP würdigt der Hamburger Mairisch-Verlag, der eigentlich Bücher und Hörspiele herausbringt, das gesungene Wort. Liedtexte als Literatur, Songs als Poesie. Heute wird die Platte im Soupanova in Prenzlauer Berg (Stargader Str. 24, 20 Uhr, 5 Euro) vorgestellt. Ausgewählt wurden dafür deutschsprachige Songwriter, zehn an der Zahl, die durch besonders originelle Texte auffallen. Unter ihnen Wahlberliner Jan Böttcher, der mit der Band Herr Nilsson bekannt wurde. „Ich habe immer versucht, den Songtext als literarische Gattung zu sehen“, sagt er. Ein Jahr nach der Auflösung von Herr Nilsson brachte Böttcher 2008 sein erstes Soloalbum „Vom anderen Ende des Flures“ heraus, von dem er nun ein Lied beigesteuert hat. Mit dabei sind auch Künstler wie Gisbert zu Knyphausen, ClickClickDecker und auch die Berliner Combo Fön mit Autor Tilmann Rammstedt. Er ist heute der Moderator. amy

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