Berlin : Stadtmenschen: Londoner Lichtgestalt

tabu

Montagabend. Grand Hyatt Hotel. Oha, Oha, ein Lichtdesigner kommt. Wie soll man sich so einen vorstellen? Eine Mischung aus Michael Jackson und Rudolph Mooshammer vielleicht? Fehlanzeige. Der Londoner Lichtdesigner Maurice Brill sieht unscheinbar aus, wie ein Sparkassenangestellter, nur ohne Micky-Maus-Krawatte. Überaus höflich präsentierte er sich in Berlins Design-Hotel am Potsdamer Platz. Das Grand Hyatt wollte das Innendesign besser zur Geltung kommen lassen. Vorher waren Teile der Räume entweder zu dunkel oder zu hell. Maurice Brill entwickelte ein neues Konzept. So erfuhr das große Oberlicht, das wie ein Kristall von der Decke ragt, die auffälligste Veränderung. Das durch diesen Lichtdiamanten einströmende Tageslicht wird nun durch ein Beleuchtungskonzept ergänzt. Brill entschied sich für variierende Lichtszenen, die er der Tageszeit anpasste. Das Licht im Diamanten wechselt zwischen leuchtend Gelb und strahlend Orange, acht Lichtstimmungen pro Tag. In der Konferenzetage installierte er neue Spots und stellte vorhandene neu ein. An den Wänden schimmern nun Lichtelipsen. Gestern verlieh der Meister dem Arrangement den letzten Schliff. "Ist es nun vollkommen?, fragen ihn seine Installateure. "Es ist fast vollkommen", erwidert er.

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