Berlin : Stadtmenschen: Marchese, bescheiden

hema

Der 1998er Muffato della Sala beendete im KaDeWe die Weinprobe aus dem Haus Antinori. Sozusagen ein Eiswein aus Italien, die Trauben dafür bleiben bis Mitte November hängen. "Das ist etwa so, als fände die Weinlese im deutschen Januar statt", erklärte Marchese Piero Antinori im Weinraritäten-Cabinet. Im "Allerheiligsten" des KaDeWe ist ein 1864er Eltviller Langstück der älteste und ein 1945er Prunello di Montalcino mit 9995 Mark der teuerste Wein. Weitaus größer dürften die Schätze im Weinkeller Antinori sein, seit 1385 verwandelt die Familie Trauben in Süffiges von höchster Qualität - jüngst kürte "The Weine Spectator" ein Antinori-Erzeugnis zum "besten Wein der Welt" und zwei weitere zu den "Top 100 of the world". Dass man im Florentiner Restaurant des größten Weinbergbesitzer Italiens auch so vorzüglich speist, dass seine Landsleute davor Schlange stehen, spielte der Marchese bescheiden herunter, auch, dass sein Weißwein aus dem Castello della Sala daheim der beste ist. "Bei Weißwein ist die Konkurrenz in Italien geringer".

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