Berlin : Stadtmenschen: Meine Muse, der Tiger

hema

Steffi Graf hat eines, auch David Copperfield und der Herzchirurg Michael E. DeBakey aus Houston in Texas. Bei dessen hiesigem Kollegen Roland Hetzer können jetzt auch Berliner eines erwerben - ein Bild von Jane del Rosario. In allen Farben des Regenbogens malt sie - Vögel, Blumen, Fische und immer wieder Tiger. "Tiger sind meine Muse", sagt die 26-jährige Philippinin, deren Ehemann und Manager mit dem Namenszusatz "of Beverly Hills" für sie wirbt. Bis zum 15. Dezember bringen ihre exotischen Bilder Fröhlichkeit an einen Ort, der oft von Angst und Ungewissheit geprägt ist. Im Deutschen Herzzentrum am Augustenburger Platz 1 stellt die Autodidaktin ihre leuchtende Acryl-Welt aus, deren Motive ihrer Kindheit in einem Dschungeldorf entlehnt sind. Entdeckt wurde sie in Manila, wo sie sich mit ihren Bildern die Highschool finanzierte, denn eigentlich wollte sie Ärztin werden. Seit 1997 lebt sie in Deutschland, nach München jetzt in Berlin. Genau wie Theophana Prinzessin von Sachsen, die die Verkaufsausstellung initiierte. Ihre "Königliche Hoheit" - so wurde die im Bauwesen ihr Geld verdienende Geschäftsfrau am Abend von einigen Besuchern ehrfürchtig, aber falsch tituliert - ist Schirmherrin des Herzzentrums Berlin. Dass Peter Lange, der anstelle des erkrankten Roland Hetzer die Ausstellung eröffnete, nicht ein "kleiner Kinder-Kardiologe" ist - so stellte er sich vor -, sondern eine internationale Kapazität, korrigierte die adelige Professorin h.c. umgehend. Nicht nur für die Vernissage hatte sie ihren Urlaub in Venedig unterbrochen. Im Atrium des Forum Tertianum in der Passauer Straße moderiert sie morgen um 19 Uhr auch ein Benefizkonzert zugunsten des Herzzentrums.

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