Berlin : Stadtmenschen: Nostalgisch via Neustrelitz

hema

Im August war er Trauzeuge des ersten Berliner Schwulenpaars, das heiratete. Jetzt geht Henry de Winter mit Paul und Horst Byerley sogar auf "Hochzeitsreise": Am 11. Dezember besteigen sie gemeinsam mit anderen Freunden, darunter Constanze Pelzer, Inhaberin des Ladens "Glencheck" mit Mode von 1920 bis 1950, den Orient-Express. Nicht via Paris-Istanbul, sondern via Neustrelitz und zurück geht die Fahrt im berühmten Luxuszug. Den hat ein Frankfurter Veranstalter in der Schweiz gechartert und über ein hiesiges Anzeigenblättchen verkauft. Wie der singende Entertainer scheinen viele Berliner eine nostalgische Vorliebe zu haben. Die sechs Wagen mit dem legendären Ruf waren im Nu ausverkauft - sogar zwei Mal für den betreffenden Tag. Im Abteil von Henry de Winter werden die anderen Zuggäste dabei etwas zu staunen haben - im Abenddress der 30er Jahre geht er mit seinen Freunden auf die kleine, aber feine Reise. Comme il faut vom Lorgnon im Auge über die Chrysantheme im Knopfloch bis zu den Füßen in glänzend schwarzen Schuhen kann man den singenden Entertainer & and his hot Serenaders aber auch schon vorher erleben - am 30. November erfreut er die Gäste des Europaballs im Palais am Funkturm mit seiner nostalgischen Vorliebe auch musikalisch. hema

Frank Zander sucht Helfer

Zum siebten Mal organisiert der Berliner Entertainer Frank Zander für 800 Obdachlose eine Weihnachtsfeier. Am 18. Dezember will er sie ins Estrel Festival Center zum traditionellen Gänsebratenessen einladen. Außer mit Live-Musik will er ihnen dort aber auch mit Sachspenden wie warmer Kleidung und Schlafsäcken eine weihnachtliche Freude machen. Dazu bittet der Schlagersänger um Hilfe. Wer Frank Zander mit Geld- oder Sachspenden für die Obdachlosen-Weihnachtsfeier unterstützen will, rufe bitte an: unter der Telefonnummer 321 6945 oder der 883 6187. hema

Perle Jonathan

Schick ist, was nicht perfekt ist. Deshalb sind Südsee-Perlen, die nicht so vollendet wirken, jetzt offenbar der letzte Schrei. Das Besondere daran: Sie sind nicht rund, sondern werden naturbelassen verarbeitet. Die Perlenzüchter pflanzen der Perlenauster zwar eine runde Kugel aus Perlmutt ein, aber die Natur hält sich nur sehr selten an diese Vorgabe. Da die Perlen, die in den Atollen im Südpazifik gezogen werden, besonders groß werden können, sind sie jetzt besonders gefragt. Franz Türler, Chef der gleichnamigen Juwelierkette mit einer Dependance an der Friedrichstraße, Ecke Unter den Linden, zeigt in einer Sonderausstellung in seinem Geschäft bis Weihnachten die Perle "Jonathan". Das gute Stück, über 140 Karat, ist vier mal drei Zentimeter groß und 250 000 Mark teuer. Wenn das keinen Blick wert ist. Tsp

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben