STADTMENSCHEN : Ohne roten Teppich: Robert Redford als Kunstjünger in Berlin

Foto: picture alliance / dpa

Den Film mit seiner vorerst letzten Rolle, in der er hierzulande zu sehen war, hat Robert Redford in Berlin noch persönlich präsentiert. Das war fast auf den Tag genau vor fünf Jahren, als er im Kino „International“ in der Karl-Marx-Allee in einer Sondervorführung seinen Afghanistan- Film „Von Löwen und Lämmern“ zeigte und nach der Vorführung mit Ex-Außenminister Joschka Fischer und dem Historiker Heinrich August Winkler über den Krieg am Hindukusch im Besonderen und die amerikanische Politik im Allgemeinen diskutierte. Auf dem diesjährigen Filmfestival in Venedig war er zwar wieder in der Doppelrolle als Regisseur und Darsteller über den roten Teppich gelaufen, diesmal für den Politthriller „The Company You Keep“, aber noch ist ein deutscher Filmstart nicht in Sicht. Redford spielt einen ehemaligen linksradikalen Aktivisten, dessen Identität von einem Journalisten aufgedeckt wird. Aber es gibt auch ohne Premieren oder Dreharbeiten genügend Anlässe, Berlin zu besuchen, an diesem Wochenende einen privaten: das Interesse an Kunst, das er schon deswegen haben sollte, da seine Frau Sibylle Szaggars Redford Malerin ist. Die beiden sind seit 1996 ein Paar, 2009 heirateten sie in Hamburg – keine zufällige Ortswahl: Die Kunstjüngerin wurde dort geboren.

2007 war Redford sogar zweimal kurz hintereinander in der Stadt gewesen, Ende Oktober zur Vorführung seines Films, bei der auch sein Darsteller Tom Cruise anwesend war. Und zuvor schon Anfang September, als Cruise hier noch selbst in der Dreifachrolle als Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller agierte, bei seinen Dreharbeiten zu „Operation Walküre“.

Eine der ersten großen Rollen Redfords war 1969 die des Banditen Sundance Kid, an der Seite von Paul Newman als Butch Cassidy. Damals kaufte er ein bei Salt Lake City in Utah gelegenes Wintersportgebiet und nannte es Sundance – analog zum Sundance Film Festival, das erst durch sein Engagement sein heutiges Ansehen errang. In Sundance wiederum bezog Sibylle Szaggars Anfang der neunziger Jahre ein Atelier. Offenbar eine glückliche Wahl. ac

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar