Berlin : Stadtmenschen: Ost-Rock trifft Falco

tabu

Donnerstagabend. Theater des Westens. Da wurden die Besucher der Falco-Meets-Amadeus-Vorstellung neugierig: Warum waren plötzlich fünf ältere Herren umringt von Kameras und Notizblock-Kritzlern? Wer wusste, dass diese fünf Männer zur bekannten Ost-Rock-Gruppe "City" gehören, war nicht mehr ganz so baff. Die Band, die seit 28 Jahren besteht, und deren legendärer Song "Am Fenster" im vergangenen November vom Jugendradio-Sender "Fritz" als "bester deutschsprachiger Popsong des 20. Jahrhunderts" prämiert worden war, wollte sich das Rock-Musical live anschauen. "Schließlich spielen wir mit dem Gedanken, uns auch musikalisch in diese Richtung zu orientieren", verriet Gitarrist Fritz Puppel, "Konkretes ist aber noch nicht geplant". Selbstverständlich durfte die Combo den Falco-Darsteller Axel Herrig und den Amadeus-Mimen Jochen Schweizzer vorher persönlich kennenlernen.

Ein bisschen Small-Talk und natürlich ein ausgedehntes Foto-Shooting durften nicht fehlen. So fläzte sich Falco mal mit, mal ohne Sonnenbrille auf dem Flügel, umringt von den am Fenster im Foyer stehenden Musikern. Zum "wahren Falco" hatten die Ostrocker zwar gar keine Verbindung, "alles andere wäre geheuchelt", grinste Puppel. Aber das Musical interessierte sie brennend. Einen innigen Kontakt pflegen sie mit West-Rocker Udo Lindenberg,, bei dessen Initiative "Rock gegen rechte Gewalt" sie am 10. Februar im Velodrom mit rocken werden. Aber auch ohne Udo geht es im Frühjahr auf die Bühne, "eine Tournee ist ab April geplant", ergänzen die Musiker. Und vielleicht demnächst ein Musical mit City-Rock - alles ist möglich.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben